Warten auf das nächste herausragende Foto

Angesichts meiner Dänemarkenttäuschung vor einigen Wochen beschäftige ich mich zurzeit mit meinem Lieblingszitat von Sam Abell:

Sinngemäß:

„Das herausragende Foto zu machen, es war nicht schwer. Schwer war es, die Zeit zu überstehen, bis das nächste herausragende Foto gemacht war.“ (kann diese Worte leider nicht mehr einem konkreten Buch zuordnen)

Für mich ist es kaum auszuhalten, wenn ich über längere Zeit kein Foto fertig stelle, dass ich persönlich herausragend finde. Es kribbelt im Bauch. Ich ärgere mich, wenn ich bei plötzlich auftauchenden interessanten Lichtstimmungen nicht an einem interessanten Ort bin, wenn Hochzeitswinterpause ist und sich die Menschen im Winterschlaf befinden.

Das Bloggen hilft ein bisschen, die kreative Schaffenspause zu überbrücken.

Machen wir uns aber nichts vor, übers Jahr betrachtet sind es nicht viele herausragende Fotos, die man produziert. Längere Pausen gilt es also immer wieder zu überbrücken.

Ich möchte mal behaupten, dass auch Ihr solche Zeiten kennt! Wie geht Ihr mit solchen kreativen Schaffenspausen um?

8 Comments
  1. Gut das du das Wort “persönlich” erwähnst, herausragend ist ja sonst doch eine echte Ansichtssache.

    Aber ich weiß genau was Du meinst. Je länger die Pause bis zum nächsten, eigenen Wow-Na-Endlich-Photo, desto nervöser werde ich. Manchmal falle ich dann schon fast in ein fotografisches Tief und meine keine Motive mehr zu sehen (wie zur Zeit). Ich versuche mir in der Zwischenzeit Inspiration von anderen Photografen zu holen, indem ich mir viele, viele Photos ansehe. Es hilft mir die Motivation oben zu halten.

    • @Andreas: Schrecklich, oder?
      @mahom: So richtig entspannt bin ich nicht…
      @Christoph: Gut gesagt…

  2. Entspannt. Kingt zwar komisch, aber was soll ich mir selbst Stress machen? Denn dann gerate ich unter Druck und dann kann ich es gleich lassen. Also einfach entspannt warten, es wird schon kommen. In der Zwischenzeit kann ich anderes Zeugs machen. Bilder archivieren, bearbeiten, Artikel schreiben, … es gibt da (leider) genug anderes als nur zu fotografieren.

  3. Ich warte nicht darauf. Wenn ein “Perfect-Shot” entsteht, dann merke ich es als Erster 😉

    Wie auch immer, da hilft doch nur fotografieren ohne Ende!

  4. Oh das kenne ich zu gut. Das Gefühl: “Jetzt muss aber mal wieder was ordentliches kommen – oder kann ich’s vielleicht nicht mehr? Hab ich schon alles ausgereizt, was in mir steckt, und finde darum keine neuen Motive mehr? Geht es qualitativ nur noch bergab?”

    Das ganze läuft bei mir eher unterbewusst ab – bis zu diesem Beitrag von dir war es mir gar nicht richtig klar. Ist auch eher ein Bauchgefühl denn Gedanken, die mir durch den Kopf spuken.

    Wobei das Warten auf das nächste gute Bild zwar viel mit meinem Hochgefühl, aber kaum etwas mit meiner Fotomotivation zu tun hat. Ende Dezember hab ich nen richtig gutes Bild hingelegt, wie ich finde, und bin danach in eine dreimonatige Fotopause gegangen – die durch den Kauf eines Makroobjektivs dann beendet wurde.

    • @Bee: Wenn ich mit einem Artikel so ein “Klarwerden” erreicht haben, dann ist ja ein Ziel erreicht. Freut mich…

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