Incredible, awesome, unbelievable: Bringt das iPad etwas für uns Fotografen?

An einigen Stellen konnte ich heute eher enttäuschte Kommentare in Englisch sprachigen Fotografen- Blogs zu dem neuen iPad finden. Fotografen würde das iPad eher wenig bieten.

Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen!

Wer die Auswirkungen des iPads für Fotografen auf die Möglichkeiten der Präsentationen von den eigenen Fotos reduziert, der hat die Auswirkungen noch nicht voll erfasst.

Das entscheidende des iPads wird vor allen Dingen die Veränderung der Art und Weise sein, wie wir alle Informationen aufnehmen und kommunizieren werden. Das iPad wird eine weitere Verlagerung von Informationen in die digitale Welt des Internets voranbringen.

Das wird zum einen ein höheres Bedürfnis an Bildern bedeuten. Nutznießer werden dann die Fotografen sein, die sich mit besonderen Bildmaterialen abheben und damit visuelle Aufmerksamkeit produzieren können. Vielleicht werden auch noch Ministockproduzenten, die besonders effektiv ihre visuellen Botschaften produzieren, von diesen neuen Möglichkeiten profitieren.

Zum anderen werden sich durch eine weitere Digitalisierung von Informationswegen auch Vertriebswege verändern. Ein finanzieller Erfolg mit der Publikation eines Ebooks wird realistischer und die Abhängigkeiten zu Verlagen wird sich dramatisch verändern.
Warum sollte ich auf den Vertrieb durch Verlage setzen, mir von denen einen Euro pro verkauftes Buch auszahlen lassen, wenn ich meinen Kram mit wenigen Mausklicks und geringen Produktionskosten selber auf den Markt bringen kann?

Das Zeitungssterben wird noch dramatischer zunehmen, weil die Printmedien mit ihrem Reallife- Wasserkopf nicht so schnell hinterherkommen, wie die digitalen Züge nun abfahren werden. Und ich glaube da werden sich einige Chefredakteure und Herausgeber noch ziemlich wundern, wie sie beim Überholvorgang von der eigenhändig entlassenen, kompetenten Mitarbeiterschaft überrollt werden.

Die guten Inhalte werden überleben, nicht die zwanghafte Adaption von alten Systemen in neue Welten.

Mich hat das iPad Fieber auf jeden Fall gepackt. Ich werde zuschlagen, sobald ich dazu die Gelegenheit habe. Und Du?

26 Comments
  1. Da muss ich leider wiedersprechen. Ja das Ding ist cool, aber es ist leider so wie beim MacBookAir das es nur auf Leicht etc gebaut ist. EinProzessor der nicht vernünftig multitasken kann, keine eingebaute Kamera etc. Nein dafür ist mir das Gerät zu teuer. Ja es ist ein cooles Tool um auf dem Sofa zu liegen und Bilder zu gucken, aber ich vermute mal es wird wie beim IPhone. Beim Ipad sind scheinbar Kameraverkablungen etc vorhanden. Also warte ich auf das IPad 2.0. Ich habe auch erst vor einiger Zeit ein IPod gekauft, weil ich denke jetzt ist die Technik ausgereift. Meine Meinung 😉 Grüße Sven

    • @Ucki: Ja, das 2.0 werde ich mir auch kaufen… 😉 Aber mal ehrlich, eine Kamera ist doch nicht wirklich wichtig für dieses Gerät, vielleicht eine Kamera, die dein Gesicht aufnimmt.

  2. Es wirkt für mich erst mal sehr verspielt. Aber das muss ja nicht schlecht sein 😉

    Ich habe aber eigentlich immer mein MacBook mit. Wenn ich es zuklappe, ist das Display auf jeden Fall geschützt.
    Meinen Kunden kann ich auch so Aufnahmen zeigen. Wobei ich dann auch immer noch was gedrucktes (Mappe, Bücher, Flyer) mit habe. Auch kann ich meine Kamera über FireWire anschließen.

    In meinen Augen ist es mehr ein große Fernbedienung. Surfen, Musik, Haussteuerung das sind Möglichkeiten die ich mir gut vorstellen kann.

    Aber um mir eine sinnvolle Meinung zu bilden müsste ich mal ein iPAD in die Hand bekommen und damit rumspielen. Da ich für das Technik magazin PLUGGED eins fotografieren soll werde ich sicher in den nächsten Wochen mal eins zum ausgiebigen testen haben. 😉

    VG Dirk

  3. So einfach ist die Sache mit der Selbstvermarktung leider nicht:
    Denn, wenn in Zukunft die Betreuung und PR von Labels und Verlagen für haptische Produkte zurückgeht (betrifft Musik ebenso wie Literatur), verschwinden Millionen Daten von unbekannten Autoren und Komponisten im Molch des WWW!
    Schnell mal was am eigenen Produkt verdienen? Via Internetvermarktung?
    -Eine schöne Wunschvorstellung der Amateure!
    Das dachten auch tausende von Bands, als sie sich vor Jahren bei MySpace registriert hatten. Verdient haben daran die wenigsten.
    Ich glaube nicht daran, dass das haptische Produkt BUCH oder der DATENTRÄGER MUSIK ausstirbt. Dazu sind wir Endverbraucher zu sehr auf Emotionen und Berührungen ausgerichtet. Ein flacher Bildschirm ersetzt nicht das Gefühl des stillen Lesens eines gebundenen Papiers … wohlgemerkt, ohne ständig daran denken zu müssen, dass meine ENERGIE zur Neige geht; -denn dieses Problem der Digitalisierung wird meines Erachtens von ALLE Herstellern zu wenig berücksichtigt:
    Digitale Bilderrahmen, digitale Bücher, 20 Stunden am Netz kostet Strom und ist ebenso wenig eine Lösung für die Zukunft der DARSTELLUNG bzw eines OUTPUTS an Daten, wie ständig das Auto zu benutzen!
    Ich sehe in iPAD und Konsorten eine mittelschwache Zwischenlösung unserer Entwicklung, aber noch lange nicht einen wirklichen Gewinn technischer Innovation.
    Mein Urteil, als Fotografiemeisterin, Autorin und Musikmanagerin.

    • @Susan: Ich hoffe, dass ich noch lange teure Fotobücher sammeln kann. Und meine Überzeugung ist, dass es nicht nur eine Frage von guter Eigenvermarktung ist, Produkte zu verkaufen. Es sind vor allen Dingen die guten Inhalte, die ihren Weg finden werden.

  4. ich habe ein dell notbook und das erste iphone.
    bis jetzt habe ich nicht das gefühl, dass mir was fehlt.
    außerdem fehlt mir die innovation. das ding ist ein großes iphone dass nicht telefonieren kann. nichts neues.
    ich werds mir nicht kaufen.

  5. Ich warte ab, bis ich genug echte Erfahrungsberichte von dem Gerät gelesen hab.

  6. Keine Kamera, kein Skype, kein VoIP. Ein Kommunikationsgerät ist das nicht.

    Der interne Speicher ist vergleichsweise winzig. Eine preiswerte Erweiterung ist nicht möglich, weil es weder USB-Anschluss noch Speicherkartenslot gibt. Kein Multitasking. Ein Ersatz für richtige Computer oder auch nur ein Netbook ist das nicht.

    Was ist es dann? Eine Abspielstation für Content und Gimmicks, die man fast ausschließlich kostenpflichtig über Apple/iTunes beziehen kann. Eine Gelddruckmaschine für Apple, wenn sich genügend Leute darauf einlassen.

    Mir fällt im Moment wenig ein, wofür ich das gebrauchen könnte. Bloß weil es chic aussieht und eine coole Bedienoberfläche mitbringt, hat es für mich noch keinen Nutzwert.

  7. Ich bin mir nicht sicher ob das angenommen wird. Klar, am anfang rennen alle Apple Jünger dem Messias hinterher und kaufen eines. Aber wenn es richtig verkauft werden muss, an normale Nutzer, dann wird es schwer.
    Am ende des Tages ist es ein aufgeblasener iPod Touch. Nicht mehr. Es kann nur wenige Dinge. Und wer schon mal ohne Multitasking versucht hat richtig zu arbeiten (Mail, Kalender und Office) der weiß, dass das keinen Spass macht.
    Und um Bücher zu lesen ist es total ungeeignet. Glänzendes Display. Aktives Display ermüdet die Augen. Für eBook Reader ist eInk gut geeignet.
    Bleibt nur es als tolles, schickes Gerät zum Bilder zeigen und zum surfen auf der heimischen Couch zu nutzen.

  8. Die Displaytechnologie verhindert leider ein angenehmes lesen was wiederum bedeutet, daß es als E-Book eigentlich keine Daseinsberechtigung neben anderen E-Books mit E-Ink hat.
    Was andere Anwendungsmöglichkeiten betrifft, gibt es sicherlich interessante Bereiche wie zB das Präsentieren von Bildern, Filme schauen und im Internet zu Surfen.
    Aber für diese Bereiche gibt es andere Tabletpc’s die mehr Power haben.
    Ich befürchte jedoch, daß das Teil trotz des zu hohen Preises für das gebotene wie schon das IPhone bei den Kunden einschlagen wird. Was mich ja schon beim IPhone verwunderte, da das Gerät ähnliche Schwächen im vergleich zu anderen Smartphones aufweist.

  9. @Olaf

    Ich werde unter keinen Umständen zuschlagen.
    1.) Gewalt ist keine Lösung
    2.) Ich empfinde Apples Strategie als sehr gefährlich. Jüngste Vorfälle bei den Apps fürs IPhone haben gezeigt, dass Apple unter keinen Umständen in Sachen freier Journalismus oder freier künstlicher Freiheit (mal übertragen) zu trauen ist. Die Geschichte rund um die Bild App sind zwar auf den ersten Blick amüsant, auf dem zweiten Blick ein zum Himmel schreiender Skandal, eine Zensur durch einen Konzern.

    Das gleiche Problem droht auch bei Apps für das IPad. Niemand sichert dir zu, dass Du deine Fotos über eine App vermarkten kannst, egal was auf den Fotos drauf ist.

    So lange Apple nicht klare Regeln formuliert, was sie kontrollieren, wie sie es kontrollieren und wann sie etwas von einem App entfernen und ob es dazu eine Einspruch-Möglichkeit gibt, ist eine Vermarktung über eine Apple-Plattform ein großes Riskio.

    Zu den weiteren Funktionen:

    Im Prinzip ist die Bedienung von Apple-Produkten einfach genial. An diesem Punkt hat mich Apple überzeugt. Über das Design kann man sich streiten, mein Fall ist es nicht. Die Möglichkeit das Gerät einfach auf der Couch oder im Zug oder sonst irgendwo mobil zu verwenden … naja ein Netbook oder Laptop kann das auch … vielleicht sind die etwas schwerer, aber was solls.

    Das Gerät als Fotocontainer mit riesigen Display zu verwenden … vielleicht keine schlechte Idee.

    Und jetzt der Preis: Eine Frechheit! Sorry, aber das gleiche Geld investiere ich lieber in einen leistungsstarken 17-Zoll Laptop.

  10. Alle Meinung gegen die Vernunft und “muss sich erst real verkaufen” Rufe gabs beim Ipod, Iphone, div. Macbooks usw. immer, trotzdem haben viele einen Ipod oder ein Iphone oder sogar beides + Macbook … damit hatte Apple bis dato meistens gute Strategien für Ihre Produkte und gerade das einfache ist das was sich am Markt durchsetzt … wer will sich schon mit ner TabletDose rumärgern, reicht schon der Ärger mit der PCVerwandschaft.

    Apple hat in bisherigen Produkten Qualität gezeigt die die Kosten rechtfertigen, man kann sicher mit subventionierten Geräten Rechnen sobald die GSM Slots am Start sind und damit wird das Gerät auch für Fotografen interessant – das Entwicklungsfirmen wie Adobe auch auf dem Iphone Präsenz zeigt is doch schon mal was, mal sehen was da noch Apps mässig kommt, die Entwicklergemeinde ist auch nicht zu unterschätzen – btw. wird IphoneOS4 multitasking unterstützen.

    Man sollte bei einem neuen Release nicht immer den gemeinen IST Zustand kritisieren sondern auf die Perspektive schauen, das iPad ist der erste TabletPC in einem angenehmen Rahmen der Outofthebox läuft und dabei mit LED Display, CPU/GPU Power und Multitouch das liefert was andere erst zu einem vielfach höheren Preis liefern, wer keine Kompromisse eingehen will und nicht auf jeden cent schaut bzw. weiss das Qualität auch was kostet wurde bis dato beim Apfel immer glücklich.

    Ciao Kai

  11. Momentan erscheint mir das Teil als ein gut designter, kabelloser und sprechender Bilderrahmen; nicht mehr und nicht weniger. Mit einem Computer hat das Teil keine Gemeinsamkeit mehr. Wer es braucht, der möge es kaufen.

  12. Frage mich natürlich auch, wozu man das iPad brauchen kann. Ich denke, ich werde es nicht brauchen.
    Ich frage mich allerdings, braucht man beim iPad (oder auch beim iPhone) nun wirklich Multitasking? Welchen praktischen Nutzen soll das haben?
    Nur so vom Gefühl her, wenn ich meine Multitasking zu brauchen, dann habe ich eher ein MacBook oder größeres.
    Übrigens – und ich denke mal das ist bekannt, echtes Multitasking gibt es sowieso nicht wirklich, es sei denn die Programme laufen auf separaten Prozessorkernen. Ansonsten wechselt ein Scheduler so schnell hin und her, das wir das nicht merken. Kleiner Zaubertrick, wie ich meine.

  13. “Multitasking” bedeutet doch für Sofa-Surfing einfach nur, dass eine Webseite/Video/oÄ im Hintergrund lädt, während man woanders weitersurft. Oder dass nebenher eMails abgerufen werden.
    Wenn das nicht geht, ist das schwach.

  14. Also ich habe noch keinen wirklichen Verwendungszweck dafür gefunden. Und deine Argumente ziehen bei mir nicht 😉

    • @all: Jetzt mal ganz ehrlich, wer benötigt auf solchen mobilen Endgeräten denn Mutlittasking. Das Mulittasking auf meinem TouchPro hat regelmäßig das komplette System aufgehängt. Es gibt schon extra Tools, die helfen die Probleme beim Multitasking auf einem Windows Mobile Device zu handeln. Wer einmal auf einem Iphone zwischen Anwendungen hin und her gewechselt ist, der weiß, dass man auf Mulittasking auch gut verzichten kann.

  15. Ich denke, auf mobilen Geräten ist das nicht notwendig.
    Es gibt sicherlich Situationen, wo es gut wäre zu haben, z.B. iPhone (nehmen wir mal als Beispiel) wird auch als Navi genutzt und jemand ruft an. Via Freisprecheinrichtung oder Blauzahn Headset kann der Navi weiterhin seinen Berechnungen nachgehen. Um einmal ein Klischee zu bedienen: Besonders wir Jungs können eh nicht mehr als eine Sachen zur gleichen Zeit machen. Hört man immer wieder… 😉 Also brauchen wir auch kein Multitasking. Habe ja auch zwitschern hören, dass Frauen auch nicht viel besser sind… aber das ist definitiv ein anderes Thema.

  16. Hmm, was soll ich sagen…

    Das iPad scheint mir zu sehr ein aufgeblähtes iPhone zu sein.
    Ein größeres Display, andere Laufzeiten und eine neue Benutzeroberfläche,
    schön und gut, aber Mehrwert ???

    Beim Kauf des iPhones habe auch ich lange gezögert ,da es mich nie wirklich überzeugt hat. Seitdem ich es habe, möchte ich es allerdings auch nicht mehr missen.
    Viele nette Tools und Apps, welche auch das Leben eines Fotografen / Fotodesigners erleichtern haben mich dann auch überzeugt.
    Ganz zu schweigen von den Internet-/Blog-/FTP-Tools.

    Aber nur für die Präsentation von Bildern auf ein 10″-Gerät zu wechseln,
    nein, Danke.

    Da bleibe ich dann lieber bei dem Mix aus iPhone und Laptop.

    Beste Grüße

  17. Nachdem mein Kollege, absoluter Apple-Fan, mir mal ein längeres Promovideo zum iPad gezeigt hat, revidiere ich meine Meinung teilweise.

    Für mich als Fotografen sehe ich immer noch keinen Mehrwert. Aber mit so einem flachen Ding auf dem Sofa zu liegen und meine (Foto-)Feeds zu lesen, anstatt vorm Bildschirm zu hängen – das hätte was! Und da ich wen kenne, der sich das Ding kauft, werd ich es auch mal ausprobieren 🙂

  18. Ist zwar schon ein älterer Artikel, jedoch muss ich hier noch ergänzend Hinzufügen, daß es gerade für Fotografen bessere Lösungen in Sachen Tablet-PC gibt. Ich werde hier jetzt keine Werbung für spezifische Geräte machen, aber es gibt schon Geräte die Günstiger als das IPad sind, ein offenes Betriebsystem haben zB Windows7 oder ähnliche und dadurch weit mehr Möglichkeiten bieten.
    zB Canon Utilities kann man hier hervorragend einsetzen, welches dann auch Sinn macht, wenn man die Schärfe genau einstellen möchte. Auch ein Direkter Anschluss der Kamera ist dann für eine Datensicherung vorhanden und man kann direkt nach dem Shooting dem Kunden einige Bilder zeigen die gerade vor ein paar Sekunden aufgenommen wurden.
    Dies ist so mit dem IPad zu 99% nicht möglich hier würde es ergänzender Hardware evtl PC benötigen um die Bilder erst auf das Gerät zu bekommen, an eine rudimentäre Bildbearbeitung wie zB mit DPP oder gar Photoshop ist gar nicht erst zu denken.

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