Foto- Bildbearbeitung günstig in Indien einkaufen

Heute habe ich, und einige andere Fotografen, eine Mail aus Indien erhalten.

Da wird mir Bildbearbeitungsdienstleistung angeboten aus einem Schwellenland, dass mit die niedrigsten Stundenlöhne in der Welt haben dürfte. Eigentlich eine spannenden Sache, wenn das Ganze praktikabel wäre. Klingt nach einem Geschäft!

Wenn ich meinen Stundenlohn so sehe…

So ein ähnliches Angebot hatte ich auch schon mal von einer Frau aus Deutschland. Die wollte allerdings mit ihren Gehaltsvorstellungen nicht konkret werden und war dann plötzlich nicht mehr erreichbar.

Das Problem bei solchen Geschäftsmodellen dürfte sicherlich der Datentransfer sein.

Noch!!!

Denn hier sehe ich meine Zukunft in praktikablen Cloudlösungen. Daten einfach hochladen und bei Ebay die günstigste Bildbearbeitungsdienstleistung ersteigern, wenn der Dienstleister nicht das liefert, was er versprach, einfach das Geschäft per Paypal rückgängig machen. Schöne neue Welt…

Aus Interesse habe ich dem indischen Dienstleister mal eine Anfrage bzgl. der Preise geschickt. Leider hat er noch nicht konkret geantwortet, sondern mich immer wieder aufgefordert, Bildbeispiele hochzuladen. Dem möchte ich aber nicht nachkommen. Ich melde mich, wenn er doch noch Preisvorstellungen rüberrückt.

Was fällt Dir zu diesem Thema ein? Werden Fotografen in Zukunft keine Praktikanten oder Assistenzen bzw. Auszubildenden mehr einstellen, weil deren Arbeit in Indien günstiger erledigt wird?

28 Comments
  1. @Luca

    Lieber selbst machen und Mikrokredite geben (auch wenn es in letzter Zeit heißt, daß die kommerzialisiert werden – und die Frage bleibt, ob sie jemals nur ein altruistisches Modell waren). Jedenfalls funktionieren sie nach dem Modell “teach a man to fish” und nicht “kill the local fishing business by giving fish” und ähnlichen Effekten. Schaut euch mal die afrikanische Landwirtschaft oder die Folgen des Spendentsunamis heute nach dem “echten” Tsunami an. Natürlich kenne ich auch Hilfsorganisationen, die Spenden anders einsetzen und damit sogar den Nutzen im Zielgebiet vervielfachen.

    Theoretisch (hat jemand Erfahrung damit?) könnte man von den Outsourcing-Firmen auch einen ehrlichen Nachweis sozialer Standards verlangen und schauen, wer noch übrigbleibt.

    In welchen Zusammenhang Du das mit Jesus gebracht haben willst, verstehe ich nicht. Recht interessant finde ich einige Bemerkungen innerhalb des ersten google-Hits (derzeit) zu “Kapitalismus Jesus” (ohne “”).

  2. Hallo,

    da stellen sich mir die Nackenhaare auf! Das brauchen wir noch nach Amazon, Ebay und der zunehmenden “Geiz-ist-geil-Mentalität”. Bin mehr Bildbearbeiter und Reinzeichner als Fotograf. Wenn das Beispiel Schule macht, können wir unseren Job an den Nagel hängen. Ich verdiene heute im Printbereich weniger als vor 20 Jahren. Konkurrenz aus Schwellenländern, wo für 1 Euro/Std. und weniger gearbeitet wird, haben wir gerade noch gebraucht. Die können davon leben, weil sie mit ein paar 100 Euro im Monat auskommen. Das kostet bei uns schon die PKV. Sch… Globalisierung! Muss man denn jeden Mist mitmachen?

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