Umfrage: Welches ist der beste Bathke?

Meine Frau hat in Norwegen mal wieder ein Profilfoto von mir gemacht, das mir gefällt. Ich wäre bereit, es gegen mein altes zu tauschen. Beide gefallen mir. Eine kurze Twitterabfrage brachte gestern kein eindeutiges Ergebnis.

Deshalb mach ich jetzt einfach mal einen Poll, damit ich konkrete Zahlen auf den Tisch bekomme.

Also, soll ich dieses neue, quadratische Foto in meinen Internetpräsenzen gegen mein altes eintauschen?

Welches Foto findet ihr besser? Ihr könnt Eure Meinung auch gerne in den Kommentar schreiben! Danke…

1. Das alte Foto mit den Rucksackgurten?

olaf-bathke-alt_kl

2. Das neue, quadratische Foto?

olaf-bathke-neu_kl

Und hier ist das Ergebnis der laufenden Umfrage:

Umfrage: Aufmerksamkeitsmanagement auf Twitter

Nun sind einige Wochen vergangen, in denen ich intensive Erfahrungen mit Twitter sammeln konnte. Mittlerweile beginne ich, Twitter etwas routinierter zu nutzen.

Eine effektive Kommunikation ist auf Twitter nicht davon abhängig, wie vielen Menschen ich folge, bzw. wie viele Menschen mir folgen. Effektivität ist vielmehr eine Frage von Aufmerksamkeitsmanagement.

Wie sorge ich also dafür, dass mich die gewünschten Informationen erreichen bzw. wie meine Informationen die gewünschten Menschen erreichen?

Mit >3000 Followern ist es mit dem Aufmerksamkeitsmanagement nicht mehr so einfach, wie mit 40.

@Fligor bat mich heute darum, nachmittags eine Nachricht zu retwittern. Da kam in mir die Frage auf, ob der Nachmittag wohl eine gute Zeit ist, möglichst viele Leute auf Twitter live zu erreichen.

Deshalb würde mich einfach mal interessieren, wann ihr denn so auf Twitter besonders aufmerksam seid? Wann sitzt ihr also gezielt vor einem Twitter Client und bekommt live mit, was Eure Follower so von sich geben bzw. wann seid ihr in der Lage, unmittelbar zu antworten, wann seid ihr also für einen längeren Zeitraum auf Twitter online.

TwitPoll hat leider nur begrenzte Möglichkeiten, wissenschaftlich relevante Informationen abzufragen bzw. auszuwerten. Es erfüllt aber den Zweck eines groben Überblickes. Vergebt deshalb einfach großzügig und spontan Eure Stimme. Wenn Ihr Euch nicht auf eine Stunde festlegen wollt, so vergebt einfach mehrere Stimmen.

So eine Umfrage lebt natürlich vom Mitmachen. Wenn Euch die Umfrage interessiert, so retwittert einfach diesen Blogartikel oder den direkten Link auf TwitPoll.

Umfrage: Wissen ist Macht, vor allen Dingen in der Fotografie

Kaum ein Monat vergeht, wo nicht ein Fotolehrbuch herausgebracht wird, in dem „geheimes Wissen von Profifotografen“ o.ä. beworben wird. Schaut man sich diese Bücher mal genauer an, so kommen schnell Zweifel an der Aufrichtigkeit dieser Werbung auf. Wer viel im Netz unterwegs ist, sich mit der Fotografie beschäftigt, weiß: Hier wurden Tipps und Tricks aus dem Internet oder auch aus anderen Medien  zusammengesammelt und ohne Urheberangabe gewinnbringend veröffentlicht. Und auch die Tipps und Tricks erscheinen im Netz immer wieder leicht abgewandelt an allen möglichen Orten. Das geht stellenweise so weit, dass erfolgreiche Online Strategien von Fotografen eins zu eins kopiert und publiziert werden.

Nun beschäftige ich mich mit der Frage, wie viel meines Wissens ich hier tatsächlich preisgebe und wie ich das unter dem Gesichtspunkt eines solchen Ideendiebstahls bewerten soll?!

Mein umfassendes Wissen habe ich mir mühsam erarbeitet. Es bestimmt den Erfolg meiner Arbeit als Fotograf. Der Lohn für meine Bloggerei als Fotograf ist bisher Eure Anerkennung, sind Eure Kommentare oder auch Eure Verlinkungen auf meine fotografischen Projekte. Auf effektive Werbemaßnahmen habe ich hier bisher eher aus Zeitgründen verzichtet. Was noch nicht ist, wird aber noch kommen. 🙂

Ich beobachte mich dabei, dass ich einen erheblichen Teil meines Wissens Preis gebe. Wenn ich mal in die Selbstreflektion gehe, so ist es eher ein bestimmter Teil meines Wissens, den ich hier nicht Preis gebe bzw. geben kann. Der Grund liegt darin, dass ich eine Homepage nicht für die Veröffentlichung jeglicher Information geeignet halte. Viele Informationskanäle sind in einem Blog kastriert: Sehen, Fühlen, Riechen, Schmecken, Hören, Spüren.

Es gibt Wissen, was sich besser in einem persönlichen Kontakt vermitteln lässt, wenn man sich gegenüber steht und in die Augen sehen kann. Einiges Wissen ist eher für eine längere Präsentationsstrecke geeignet, erfordert das Erkennen von Zusammenhängen und Konzentration.

Ein Blog lebt von der kurzen, knappen, virtuellen Informationspräsentation. Das geht auf  die Kosten von Zusammenhängen und einem Begreifen im Sinne von Handwerklichkeit. Alle Leidenschaft lässt sich online kaum vermitteln.

Mir geht es jetzt allerdings weniger um die Möglichkeiten, als um den Willen und die Bereitschaft, eigenes Wissen Preis zu geben.

Nun gehe ich davon aus, dass auch Ihr Euch mühsam Wissen angeeignet habt. Wie weit würdet Ihr also gehen?

Twitter, Grenzen, Aufmerksamkeit

In einem meiner letzten Artikel hatte ich via TWTPOLL eine Umfrage gestartet:

Umfragen auf der Grundlage von Gefühlen, sind problematisch, besonders wenn nur nach einer weitläufigen Zahl gefragt wird. Das konnte ich anhand Eurer Kommentare feststellen. Ich gelobe, bei der nächsten Umfrage konkreter zu werden.

Weiterführende Gedanken nach der Umfrage
Gute Kommunikation hat für mich etwas mit Verbindlichkeit zu tun. Eine Kommunikation halte ich vor allen Dingen auch dann für rund, wenn beide Seiten in letzter Konsequenz unter Ausschluss der Öffentlichkeit kommunizieren können. Private Nachrichten kann man auf Twitter nur durch gegenseitiges Folgen verschicken.

Private Nachrichten fordern in besonderer Weise meine persönliche Aufmerksamkeit auf Twitter und setzen Verbindlichkeit voraus bzw. begründen sie.

Twitter: Unverbindlichkeit und Verbindlichkeit
Auf der Grundlage meines Nutzungsverhaltens, sehe ich die Grenzen der verbindlichen Kommunikation eher in der Zahl der followers_me (followers) bestimmt. Grenzen in der unverbindlichen Kommunikation wiederum, meine ich deutlicher in der Zahl der following_me (friends) ablesen zu können.

Zahlen sind hier wie Schall und Rauch. Natürlich bestimmt letztendlich das individuelle Nutzungsverhalten ein Maß an Verbindlichkeit. Es ist die individuelle Aufmerksamkeit die einen verbindlichen und äquivalenten Austausch ausmacht.

Und diese Aufmerksamkeit lässt sich schwer abfragen oder messen.

Ich habe geforscht:
Darüber gibt es natürlich Studien. Interessanterweise spiegeln diese Studien in etwa Euer abgefragtes, diffuses Bauchgefühl wieder:

Ab einer Zahl von 400 Followern gibt es keine Zuwächse des persönlichen Nachrichtenoutputs mehr. Wer also mehr als 400 Menschen folgt, dessen Frequenz der Nachrichtenausgabe stagniert. Dies könnte ein Hinweis auf Aufmerksamkeitsgrenzen sein.

Wie setzt Twitter die Grenzen für die Kommunikation
Wie, Twitter setzt Grenzen? Ja, Twitter setzt u.a. Grenzen in der Anzahl der Personen, denen ich folgen kann. Das musste ich mit meinem 2000ten following_me erkennen.

Twitter konkretisiert diese Grenzen nicht abschließend. Manche Menschen haben aber ein größeres Limit, als ich es zurzeit habe. So soll es einen Nutzer geben, der mehr als 160.000 Usern folgt!

Natürlich beabsichtigt Twitter offiziell mit dieser willkürlichen Grenzsetzung, Spammer zu verunsichern. Vielleicht bin ich hier aber auch über eine Möglichkeit der späteren Monetarisierung dieses Dienstes gestolpert. Weitere Infos findet ihr in diesem interessanten Artikel.

Auf der Grundlage meiner These, dass followers_me etwas über die Verbindlichkeit aussagt und following_me eher die Unverbindlichkeit beschreibt, bestimmt Twitter Grenzen eher anhand unverbindlicher Aspekte. (Dieser Link wird oft verschoben, falls er nicht geht, versucht es mit der Übersicht)

Diese Unverbindlichkeit macht Twitter tatsächlich auch so reizvoll. Wenn man Twitter aber wirklich sinnvoll nutzen will, so kommt man um ein bestimmtes Maß an Verbindlichkeit nicht herum. Wer immer nur liest, der hat keine Bedeutung im Netzwerk. Wer immer nur postet, der rutscht leicht in die Kategorien „Wichtigtuer“ oder „Böser Spammer“.

Der Schlüssel für einen Erfolg auf Twitter dürfte tatsächlich in einem effektiven Aufmerksamkeitsmanagement liegen. Dazu vielleicht in einem weiteren Artikel mehr. (Sofern Ihr daran überhaupt ein Interesse habt)

Bis dahin könnt Ihr mir ja auf Twitter folgen: http://twitter.com/OlafBathke

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