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Usedom, Strand, Möwen und die wie die Freundlichkeit mit dem Preis des Equipments abnimmt.

Gastbeitrag von Jens Scheider

Fotografieren an sich ist mit dem Siegeszug der Digitalfototechnik und der Bezahlbarkeit gutem Equipments zu einem Tummelfeld auch derer geworden, die sich bislang nicht recht an das Thema Fotografie gewagt haben. Das ist gut so und sollte auch so bleiben. Allerdings trägt die verbreitete Equipmentsucht auch manchmal menschlich zweifelhafte Züge. Über die man in den allermeisten Fällen zum Glück hinwegsehen kann oder mit einem Lächeln quittiert.

So mir vor ein paar Tagen passiert als ich für ein Printprojekt auf der “Jagd” nach einem Foto von einer Möwe war. Und direkt an Usedoms Küste nutzte ich die Chance die gängigen Stockfotoagenturen zu ignorieren und statt dessen mich selbst auf Motivsuche zu begeben.

Gesagt getan. Freitagabend… Endlich mal kein Regen sondern schöne Abendsonne… Wo ist die Chance am Größten, Möwen zu erwischen und das ohne immensen Aufwand? Richtig…an einer gut von Urlaubern frequentierten Seebrücke. Also Auto abgestellt und nach Zinnowitz an den Strand gelaufen. Direkt zur Seebrücke… Und wie bestellt war sie da, die Gruppe Urlauber, die da auf der Seebrücke in Ufernähe stand und diverse Möwen mit Weißbrot fütterte. Ich mich direkt an die Wasserlinie unterhalb der Seebrücke begeben, die Kamera fertig gemacht und mich entspannt in den Strandsand drapiert und auf Fotogelegenheiten gewartet. Die dann auch kamen, was die paar Beispielbilder hier zeigen sollen:

Nebenbei wanderte mein Blick ein paar Mal auf die Seebrücke. Ich musste ja sicherstellen, dass meine Lockvögel, die Seevögel auch weiter fütterten. Dabei fielen mir schon von Anfang an Objektive ins Auge die jenseits der 300mm Brennweite waren und gruppiert über das Geländer der Seebrücke ragten… Ich wunderte mich, wie man den Versuch starten wollte, von der erhöhten Position aus ein gutes Bild der Seevögel einzufangen….

So saß ich da unten schon um die 30 Minuten und machte neben den Fotos für das Printprojekt auch noch diverse einfach so, weil ich Spaß dran hatte und die Lachmöwen schienen einen definitiv fotogenen Abend zu haben.

Ich hab dann nach weiteren Fotos mal einen Blick rechts neben mich geworfen und siehe da… Die Telekanonen von vor ein paar Minuten müssen gemerkt haben, dass ich den besseren Standpunkt gewählt hatte und waren auf einmal neben mir aufgereiht wie an einer Schnur…leider habe ich das nicht fotografiert…weil mir die ganze Begebenheit erst nachträglich so durch den Kopf ging. Ich war in dem Moment eigentlich nur vertieft in die Fotos von den Möwen.

Seltsamerweise scheint einigen wenigen mit dem materiellen Wert der Kameraausrüstung einiges an Freundlichkeit verloren zu gehen… Ein freundliches Guten Abend meinerseits blieb leider unbeantwortet… Und so merkt man irgendwie recht schnell dass auch in der Gruppe der Fotografierenden man lieber unter “seinesgleichen” zu sein scheint und man sich wohl nur mit Leuten unterhält deren Equipment den gleichen Wert hat wie das des Anderen. Nunja… Solange dann jeder für sich glücklich wird, sollte mich das nicht weiter stören. Und so freue ich mich, dass ich dann die Chance bekomme auf der Seite eines von mir sehr respektierten und geschätzten Fotografen diese paar Zeilen zu schreiben. Danke an dieser Stelle schonmal an Olaf.

Ich jedenfalls hatte irgendwann an dem Abend, und das ging schneller als ich erwartet hatte, genug Fotos gemacht und habe es sogar mal geschafft die Bilder noch am gleichen Abend zu sortieren und zu archivieren, was mir im Allgemeinen eher schwer fällt, was mich dann jetzt an die Festplatte voll Fotos erinnert, die mal irgendwann meine Aufmerksamkeit bekommen sollten… 🙂

Ich heiße Jens Scheider, bin 33, beschäftige mich beruflich mit Werbedienstleistungen von Print bis Web. Fotografie ist neben dem beruflichen Aspekt seit ca. 15 Jahren vor allem Leidenschaft und Spaß an der Sache an sich. Darüberhinaus betreibe ich mit viel Spaß mein Weblog TEILEDEALER.com und bin viel und gern im Web und Reallife unterwegs.
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http://f-g-w.de

For a cup of tea

Ein bisschen fürchte ich mich. Nein, nicht vor dem Linksverkehr, eher vor dem Essen.

Nach England fahre ich für ein paar Wochen. Die Stippvisiten der letzten Jahre lassen mich Böses ahnen.

Die englische Küche war stets gräulich. Wahrlich kann das jeder bestätigen, der mal Rindfleisch auf einem Subway Sandwish sichtete.

Fürchten muss ich mich in England sicherlich auch, falls England gegen Deutschland spielt. Kann mir ein Fussballgott mal kurz sagen, wann das denkbar wäre? Hooligan ist nicht umsonst eine britische Wortschöpfung.

Ein bisschen komisch ist mir auch, weil ich das erste Mal seit der Geburt meines Sohnes alleine ohne Familie reise. Vermutlich werde ich deshalb wieder mehr schreiben, als in den letzten Jahren. Mal sehen…

Das Timing der Reise ist wieder perfekt für die Kieler Woche Flucht. Auch dieses Jahr entgehe ich dem Wahnsinn an der Hörn.

Sehr froh bin ich darüber, dass sich wieder einige Gastautoren gefunden haben, die Dich hier in der Zwischenzeit unterhalten. Vielen Dank an Euch, dass ihr hier die Fahnen hochhaltet.

Bis demnächst…

Linke der Woche

Kaum ins Leben gerufen, machen die Linke der Woche eine kleine Sommerpause. Ich hoffe, Ihr werdet es überleben… 😉

Der Fotograf Mike Hipple tanzt den Mambo und wird der Urheberrechtsverletzung bezichtigt. Jetzt bittet er um Spenden: Ein spannender Fall.

Reuters wird bezichtig durch gezieltes Croppen an Fotos Politik zu machen. Ein Foto bekommt ohne Messer gleich eine andere Bedeutung. Brisanz in Nahost. (via Freelens)

Ein toller Fotograf begegnete mir diese Woche das erste Mal: Andric Ljubodrag

Josef Hoflehner ergänzt sein beeindruckendes Portfolio und dürfte damit noch mehr dem Anspruch gerecht werden, einer der besten Reisefotografen der Welt zu sein: Dubai, Dubai, St. Petersburg

An alle Fotoschulen da draußen in der deutschsprachigen Welt: Hier kommt der neuste Trend- PinUp Fotografie

Das Thema ist nicht neu, aber immer noch hochbrisant: Making of Schönheit in PS

Gaby Reichert präsentiert Auszüge aus ihrem aktuellen Artikel in der Naturfoto.

Cole Thompson berichtet über die Entstehung eines seiner neueren Fotos. Sehr spannend seine Gedanken zu der anschließenden Bildbearbeitung.

Ist es schwer, eine Hochzeitstorte zu fotografieren? Nein, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet. 😉

Darwin erklärt die Entstehung eines Ultraweitwinkelfotos. Stitch as stitch can…

Ich zitiere noch einmal ein GIF (via, Kraftfuttermischwerk und @iGNANT))

WeinVid via neunzehn72.de

Meditative Unterwasseraufnahmen:

Tolle Zeitrafferaufnahme vom Polarlicht via lens-flare.de

Tatort Internet Foren: Kommunikationstypen, auf die man gut verzichten kann

Internetforen sind eigentlich eine feine Sache. Wo viele Menschen zusammenkommen, da lässt es sich gut diskutieren, so sollte man meinen. Leider findet man in diesen Foren immer häufiger Beiträge, die keinen Spaß bereiten und in hohem Maße inhaltsarm sind. Das beträchtliche Aufkommen dieser Beiträge erschwert ein gezieltes Filtern.

Hinter solchen Beiträgen verstecken sich natürlich Menschen. Die fehlende physische Präsenz der Gesprächspartner und die Anonymität des Internets helfen diesen Menschen, ihre persönlichen Macken mal so richtig auszuleben.

Im richtigen Leben gibt man unliebsamen Menschen leichter einen Laufpass. In den vorgegebenen und eingeschränkten Kommunikationswelten eines Forums lässt sich eine Ignore- Funktion nur schwer umsetzen.

Der liebe Gott und seine bezaubernde Vielfalt: Kommunikationstypen, auf die man gut verzichten könnte: Weiterlesen

Über die Un-Art des Übersehens!

ubersehen
Heute habe ich mich bei dem Blick in meinen Feedreader gefragt: „Fehlt es der Fotopresse eigentlich an neuen Themen?“

Im Internet, aber auch in den Printmedien, stolpere ich häufig über Wiederholungen in den Fachartikeln zu dem Thema Fotografie:

  • Ach, schon wieder ein Artikel über das Blitzen mit kleiner Ausrüstung! Ich klicke schnell weiter!
  • Noch eine Flickr Lieblingsfotosammlung? Die Fotos habe ich schon woanders gesehen!!
  • Und diese Top10 der besten Fototipps aller Zeiten sind irgendwie auch abgegriffen!!!

Inhaltsarme Wiederholungen und Plagiate mag ich persönlich überhaupt nicht. Interessanterweise, produziere aber auch ich solche Wiederholungen in meinem Blog. Weiterlesen

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Kiel Coworking Space:

Mit folgenden Partnern in Kiel arbeite ich gerne zusammen: