Olaf Bathke, Fotograf aus Kiel, ist spezialisiert auf die Bereiche Landschafts- und Portraitfotografie. In diesem Blog berichtet er über die Fotografie, die Entstehung von Landschaftsfotos, seine Arbeit als Fotograf in Hamburg bzw. als Hochzeitsfotograf in Hamburg bzw. Kiel und was ihn sonst noch so bewegt.

7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community

ausstieg

Oder: Warum eine Foto- Community der persönlichen fotografischen Weiterentwicklung nicht dienlich ist.

In den letzten Wochen habe ich nach langer Abstinenz mal wieder einen Streifzug durch Foto- Gemeinschaften gemacht. Mit Foto- Gemeinschaften – oder neudeutsch Communities – meine ich Online Plattformen in denen Fotografen ihre Fotos hochladen und darüber mit anderen diskutieren können. Derer gibt es viele, teilweise mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder Strukturen.
Allen ist gemein, dass sich in Ihnen eine so genannte “Community” herausbildet. Bei meinen aktuellen Besuchen konnte ich die alten und verkrusteten Strukturen dieser Communities wiedererkennen, die auch schon vor einigen Jahren wirkten.

Und nun breche ich mal ein Tabu!

Allen werbewirksamen Versprechen zum Trotze:

Diese Strukturen und Gemeinschaften sind einer persönlichen fotografischen Weiterentwicklung nicht dienlich!

Jeder, der sich in solchen Communities aufhält, weiß, was mit dem Begriff der Community gemeint ist. Allerdings macht sich nicht jeder hinreichend über die Wirkungsweise solcher Gemeinschaften Gedanken.

Wer in der persönlichen fotografischen Entwicklung weiterkommen will, der sollte hier zunächst weiterlesen:

Ein bisschen Soziologie

Foto- Gemeinschaften erfüllen einen Großteil aller Voraussetzung von “Totalen Institutionen”, wie sie der Soziologe Erving Goffman betitelte, oder weiter gefasst von geschlossenen, sozialen Systemen. Ohne jetzt in allen Einzelheiten auf die Begriffsklärung eingehen zu wollen, sei nur kurz erklärt: Geschlossene Systeme sind bestrebt möglichst wenig Beziehungen zu ihrer Umwelt zu haben und führen eine Kommunikation nur intern durch. Oder noch einfacher ausgedrückt: Die User suhlen sich nur im eigenen Mist.

Was ist gesund

Nicht nur die Soziologie, auch die Psychologie und sogar die Naturwissenschaften gehen davon aus, dass ein System dann lebendig und gesund ist, wenn es hinreichend Kontakte und Beziehungen in die Außenwelt hat. Fehlen diese Kontakte bzw. Beziehungen, so erkrankt und verkümmert das System. Genau diese gesunden Kontakte und Beziehungen sind in Foto- Communities schmerzlich zu vermissen.
Die eingeschränkte Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft bringt etliche Probleme mit sich, die sich jeder ernsthaft fotografierende Mensch zum Wohle seiner eigenen persönlichen fotografischen Weiterentwicklung bewusst machen sollte.

7 Gründe, warum man aus so einer Foto- Community aussteigen sollte:

  1. Es wird zu viel Zeit mit dem Chatten und dem Tippen von Texten verschwendet: Ich möchte hier mal die These aufstellen, dass ein Großteil aller User bzw. Nutzer dieser Online- Angebote mind. 10 mal so viel Zeit mit der Produktion von überflüssigen Inhalten verbringen, als mit dem Prozess des Fotografierens an sich. Wertvolle Zeit, die einem bei der Weiterentwicklung seiner Fotografie fehlt.
  2. Anmerkungen, Kommentare und Diskussionen sind nicht ehrlich: Wer lobt der hat in solchen Gemeinschaften “Freunde” oder Neudeutsch “Buddys”. Wer ehrlich ist, wird von der Gemeinschaft angegriffen und von den befreundeten Buddys verteidigt. Interessanterweise hat sich in diesen Gemeinschaften auch schon das Gegenmodel des notorischen Kritikers herausgebildet. Auch hier spreche ich dem Kritiker die Ehrlichkeit ab. Nur wer auffällt, der hat bei der Jagd nach den meisten Klicks u.U. die Nase vorn und ist in sochen Foto- Communities überhaupt existent.
  3. Der Weg nach Außen wird erschwert: Die Ablösung aus so einem geschlossenen System fällt schwer. Heute erfolgreiche Fotografen, berichteten mir immer wieder von ihren Ausbruchsversuchen aus solchen Foto- Communities. Es sind definitiv Suchtstrukturen, die einem ein “Leben ohne” nur schwer ermöglichen.
  4. Die persönliche fotografische Weiterentwicklung wird beeinflusst durch die Moden des Systems: User in einem geschlossenen System bleiben in dem kreativen Sumpf der Gemeinschaft hängen und entwickeln sich persönlich nicht weiter. Vergleicht man mal das englischsprachige, photo.net mit der deutsche fotocommunity.de oder gar mit dem polnisch wurzelnden altphotos.com so kann man relativ leicht Moden und bevorzugte Richtungen erkennen. Statt der eigenen Stimme zu lauschen, preschen Herrscharen den Moden hinterher.
  5. Ideen und Bilderklau: Die Abgrenzung von Inspiration und Kopie ist in solchen geschlossenen Systemen bedenklich schmal. Präsentiert man mal etwas Eigenes was gefällt, so wird es sofort kopiert oder geklaut. Persönliche Werte zerrinnen unter dem Diktat der Plagiatoren. Auch unter diesem Gesichtspunkt möchte ich mal die Theorie aufstellen, dass zuviel Zeit mit dem kopieren verbracht wird, als mit der Produktion von eigenen Inhalten. Es entstehen sogar eigene Termini wie: Tröpfchenbilder, Steinbilder, etc… Ein Foto wird von dem nächsten kopiert.
  6. Die Technikverbohrtheit der Gemeinschaften: Ein Großteil aller Kommunikation dreht sich um die Technik und nicht um Weiterentwicklung, Stil, Ausdruck oder Ähnliches. Es wird suggeriert, dass man nur durch die Betätigung der richtigen Regler in einem Bildbearbeitungsprogramm ein tolles Foto machen kann. Diese persönliche Nachricht an mich, soll das mal untermauern: “Bin auf deinen Beitrag ‚Irland Tagebuch 2006 startet‘ gestoßen. Die paar Bilder im Beitrag…..die hast du doch noch ein wenig nach bearbeitet, oder??….die Wolkenzüge und die Farben sind einfach zu gut….. Was genau hast du noch nachgebessert??” Es ist nicht der Farbregler in Photoshop, der eine Aussage in einem Foto manifestiert, es ist nicht das längste Objektiv, was gute Fotos macht, es ist die Vision des Fotografierenden, die Wunder vollbringt und Einmaliges schafft!
  7. Die Jagd nach dem besten Foto einer Gemeinschaft kostet Zeit und ist einer persönlichen Weiterentwicklung nicht dienlich: Die Jagd und Auszeichnung ist nie ehrlich und steht im Einfluss von sicherlich auch gewollten Manipulationsmöglichkeiten der Abstimmung. Im Verhältnis zu echten Wettbewerben haben diese Wettbewerbe keine Reputation. Letztendlich ist das alles wieder nur Zeit, die man lieber draußen an der frischen Luft verbringen sollte, um Bilder zu machen.

Ich kann all diejenigen, die sich mit einer Befreiung aus solchen geschlossenen Systemen beschäftigen, nur bekräftigen.

Ein Ausstieg lohnt sich!

Es gibt viel zu tun und zu lernen in einem offenen System. Nicht nur im WWW gibt es viele Möglichkeiten einer offenen Vernetzung von Kunst und Inhalten, nehmt daran teil und laßt euch nicht in irgendeine Fom pressen.

Hier nur einige kurze Anregungen:

  • Holt euch gezielt Anregungen und Inspiration in Fotobüchern, von Künstlern, die euch beeindrucken.
  • Stellt eure Fotos in Stockfotoagenturen aus und freut euch über die Verkaufszahlen eurer Bestseller. Es gibt keine bessere Auszeichnung als den Verkauf oder eine Veröffentlichung.
  • Pflegt offene Kontakte zu anderen Fotografen. Dazu eignet sich hervorragend die eigene Homepage. Die Amerikaner machen es uns vor: Es wird gebloggt was das Zeug hält und darüber offen vernetzt. So eine Vernetzung ist viel sinnvoller und ehrlicher, als die Einschmeichelung durch Anmerkungen. Ich persönlich würde solche Vernetzungsangebote sehr begrüßen.
  • Inhalte würde ich primär in reinen Textforen diskutieren. Dort scheint mir der Coummunitydruck noch nicht so groß zu sein.

Entwickelt euch persönlich weiter indem ihr den Foto Communities dieser Welt den Rücken zukehrt!

Oder diskutiert diesen Artikel in einem geschlossenen System eures Vertrauens. :-)

Und wer jetzt noch ein bisschen geduldig ist, kann hier demnächst folgenden Artikel lesen:

5 Gründe, warum man an einer Foto- Community teilhaben sollte

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82 Kommentare zu „7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community“

  1. Olaf Bathke sagt:

    Achtung, dieser Artikel erschien schon mal in meinem alten Blog und ist einer von den Artikeln, die ich hier emigieren möchte.

  2. Jan Petscheleit sagt:

    Danke,

    ich fühlte mich noch nie wohl in einer FC, war mir immer irgendwie unangenehm.

    Dazu kommen eigentlich für mich noch 2 Punkte:
    Ein Bericht über Kinderbilder, die wohl leider von einigen Erwachsenen (?) dort geklaut wurden und auf anderen Seiten wieder aufgetaucht sind. Als Vater habe ich also erhebliche Bedenken dort Bilder meines Sohnes zu zeigen.

    Weiter ist eine FC mit Bezahlung oft ein Zugang zum “Gaffen” … so nach dem Motto: “Schatz was machst Du grad???” … “Ach ich schaue mir nur schnell die neuesten Bilder in der FC an” … ja ne is klar (Ist übrigens die gleiche Fragestellung wie bei Büchern über Akt-Fotgrafie… wer kauft dies als “Kunstobjekt” und wer nur zum “Gaffen”

    Danke für diesen Bericht und Deine Tolle Seite!

  3. Nicki sagt:

    Du siehst das absolt so wie ich, dem kann ich nichts mehr hinzufügen. FC oder Flickr und Co. sind für mich eine reine Selbstbeweihräucherung, Kommentare selten produktiv. Du brichst nicht mmit einem Tabu, sagst lediglich die Wahrheit. Einen schönen Tag in den hohen Norden!

  4. Stefan sagt:

    Online Communities erfüllen einen “Großtein aller Bedingungen”, wie sie Goffman für totale Institutionen beschreibt? Schämen sie sich, bitte, für diesen Mißbrauch von Soziologie. (Wen wollen sie mit diesem Quark denn beeindrucken?)

  5. Jana sagt:

    Ein interessantes Thema, auch wenn ich aus anderen Gründen aus der FC ausgetreten bin:

    Ich war von 2001 an eine begeisterte FC-Userin. Wir haben tolle Treffen organisiert und uns ausgetauscht. Die FC entwickelte sich weiter, sowohl technisch als auch von der Mitgliederanzahl. Aus einer kleinen überschaubaren Gemeinschaft wurden Tausende User. Mit jedem neuen User wurde die FC kommerzieller. Um so mehr Funktionen eingeführt wurden, um so mehr Geld musste man bezahlen, ob man das User brauchte oder nicht. Gleichzeitig wurden alten Usern viele Funktionen gestrichen. Ich bin heute nur noch ein “Free-User”. Hinzu kommt, dass ganz viele meiner “Buddys” aus den gleichen Gründen ausgetreten sind und aufgrund der Masse an Leuten ich keine Gemeinschaft mehr aufbauen konnte, die ich auch persönlich kenne (obwohl gerade die Cliquen-Bildung in den Communitys besonders ausgeprägt ist – in Blogs aber auch!). Denn eine Community lebt davon, dass man sich persönlich kennt. Diese anonyme super Fotogibt niemanden etwas.

    Ein ganz anderer Punkt war noch, das ich vor ein paar Jahren in eine andere Stadt umgezogen bin und voller Enthusiasmus zu den FC-Treffen vor Ort gegangen bin. Leider war diese Gruppe so sehr in sich geschlossen, dass ich keine Chance hatte “dazu zugehören”. Heute habe ich meinen Foto-Blog (hier gab es von mir auch einen ähnlichen Artikel dazu) und ein bisschen Flickr und bin zufrieden damit.

    Es gibt so viele tolle Fotoblogs, wo ich mir Inspirationen hole, auch wenn der Austausch eher mäßig ist und ich niemanden persönlich kenne. Letzteres finde ich schade.

  6. Aleks sagt:

    Hi,

    schön, daß das mal einer so deutlich anspricht.

    Witzigerweise läuft ein großer Teil des Communitygehabes gar nicht zum Thema Bilder selbst, sondern über die gegenseitigen Animositäten (ich tippe mal auf 80%).

    Besonders unangenehm finde ich in den eh nervigen Hardwarediskussion die Herstellerkriege.
    (Ich wollte erst Technikdiskussionen schreiben, aber das was anderes, Techniken anderer kennenzulernen finde ich super).

    Dazu kommt, daß es mir nix bringt, wenn alle mein Bild ’super toll’, ’schön gesehen’ usw. finden. Ich will Kritik zur Verbesserung und nicht Speichelleckerei.

    Für mich ist allerdings flickr eine Ausnahme, vielleicht, weil ich dort nicht an der Community teilnehme, mich aber sehr gerne durch thematische Alben flickere, ohne mir die Kommentare anzusehen. Überlege, ob ich mir nicht doch mal einen flickr-Account machen sollte…

    Ich ziehe meine Ideen inzwischen aus Blogs und immer mehr aus Büchern, aus dem losziehen mit anderen.

    Deinen Vorwurf der Nachmacherei kann ich nicht so sehr folgen – wenn ich etwas interessantes sehe, und mich frage – wie hat der das wohl gemacht – suche ich nach solchen Dingen und versuche auch, daß nachzubauen, um es zu verstehen.
    Das heißt allerdings nicht, daß ich dann nur noch so fotografiere.

    Aleks

  7. Matthias sagt:

    Habe den Artikel provozierend gut gefunden.

    Ich bin von einer Community zur Anderen gewechselt.

    Ich habe in einigen Foren viel dazu gelernt und neue Sichtweisen gefunden. Daher ist meine Entwicklung etwas schneller fortgeschritten als früher.

    Bin aber an einen Punkt gekommen wo ich eher bei den Blogs der Amis mehr lerne als in den Foren. Die Einschmeichelei der positiven Comments wird langsam lästig.

    Habe aber einige Kontakte zu anderen Fotografen bekommen. Aber eine Vernetzung hat noch nicht stattgefunden.

  8. Guido sagt:

    Hmm. Fotocommunities bad, Blogs good?

    Viele Blogs und die Blogszene insgesamt funktionieren nicht viel anders als Fotocommunities. Wie auch in den Fotocommunities legen es auch die Blogger darauf an, sich gegenseitig zu kommentieren und zu vernetzen (Kommentare und Trackbacks). Die meisten Blogger kennen sich halt mehr oder weniger auch, sind mehr oder weniger Buddies und unterstützen sich gegenseitig mehr oder weniger.

    Wenn ich mir einige gut besuchte Fotografie-Blogs in Deutschland ansehe, dann sind die Kommentare dort zwar länger als in den Fotocommunities (“Wow. stunning picture.”). Inhaltlich sind die Kommentare meistens aber genauso wenig lesenswert. 90-95% finden immer alles ganz supitoll (die gezeigten Fotos, das Thema, die Meinung…) und verhalten sich wie Groupies. Entweder wird gelobt oder die Klappe gehalten. man will seinen Buddy ja nicht ärgern. Fundierte Kritik und befruchtende Kontroversen sind sehr selten.

    So richtig treffend finde ich deshalb nur das 1. Argument. Viele schreiben mehr in Communities und Blogs, als zu fotografieren. Ich zähle derzeit eindeutig auch zu dieser Gruppe :)

  9. Einauge sagt:

    Ein Systemwechsel muss nicht mit Veränderungen einhergehen!

  10. WOW! Danke für die Offenheit! Dem ist nichts hinzuzufügen!

  11. [...] Zum Übergang möchte ich einen Linktip zu einem sehr interessanten Artikel von Olaf Bathke zum Thema: “7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community” veröffentlichen. Schaut mal rein, da ist einiges dran. (link) [...]

  12. Ronny sagt:

    Grüß Dich Olaf,

    so ein M…! Jetzt bist Du mir zuvorgekommen. Wollte dieses Thema auch in einem meiner nächsten Artikel aufgreifen.

    Ich bin offiziell noch in 2 FCs aktiv – allerdings nicht mehr so wie früher. Anfangs fande ich die ganze Sache interessant und manchmal sogar lehrreich – man solls kaum glauben!

    Mit der Zeit habe aber auch ich gemerkt, dass immer die Gleichen kommentieren und das selbe schreiben. Wie Du und meine Vorredner schon geschrieben haben, bringt mir diese Lobhudellei überhaupt nichts. Ich kann nichts mehr dazu lernen.

    Wenn man wirklich eine Bildkritik haben möchte und diese aus verträgt, dann bewerbt Euch doch mal mit einer Aufnahmen auf fokussiert.com

    Gruß

  13. An Deinen Argumenten ist viel Wahres dran. Bin auch in mehreren Communities vertreten, ursprünglich mit dem Ansinnen das meine Bilder angesehen werden und ich eventuell wertvolle Tips, Hilfen, Kritiken etc. bekomme.

    Im Grunde ist beides nicht eingetroffen. Bilder werden zwar angeschaut, geraten aber ob der Strukturen der communities und der Menge an neuen Fotos schnell aus der Sicht der User. Bei den Kommentaren muß ich Dir leider zum großen Teil auch Recht geben.

    In den ausländischen Communities herscht ein freundlicher Ton vor. Leider gibt es aber nur wenig konstruktive Kritik. Bei den deutschen Communities habe ich die Erfahrung machen müssen, dass nur wenige Ihre Kritik konstruktiv vorbringen können und schon gar nicht damit leben können, wenn man dann einen Einwand dagegen anbringt. Das geht hin bis zur Beleidigung. :-(
    Auch der andere Weg ist oft sehr mühsam. Man äussert konstruktive Kritik ohne Emotion und wird dann teilweise durch die gesamte Buddy-Gemeinschaft beschimpft.

    Natürlich habe ich auch ein paar sehr positive Kontakte knüpfen können, aus deren Bemerkungen ich durchaus lernen konnte.

    Aber leider gibt es ja auch noch das von Dir angesprochene Suchtverhalten, dass einen in den Communities festhält. Leider kann ich mich davon auch nicht gänzlich freisprechen ;-)

    Schöne Grüße aus Schwerte

  14. Christoph sagt:

    Ist irgentwie unheimlich aber gerade heute hatte ich mal nach vielen Wochen wieder das Bedürfnis auf meinen FC Account zu gehen. Ich muss sagen: Es hat sich nicht viel getan … es ist gerade zu langweilig. Ich denke ich werde meinen Account in den nächsten Tagen löschen.

  15. TF28 sagt:

    Hallo,

    Du hast mit vielen Deiner Argumente recht, speziell was die nichts sagenden Kommentare angeht und diese “mach-mich-nicht-nass-Mentalität”.

    Aber mit der passenden Distanz empfinde ich als (ambitionierter) Anfänger die FC oder Flickr durchaus als Hilfe und Ideengeber. Ja, auch ich fotografiere hier und da mal ein Bild nach, um die die Technik zu erlernen (siehe auch einen Kommentar weiter oben).

    Und: Was nützt einem die eigene Website, wenn Sie nicht besucht wird? Den nötigen Trafik zu generieren und sich zu vernetzen kostet auch hier kostbare Zeit und ob man dann eine ehrliche Meinung erhält bleibt ebenfalls fraglich.

    Beste Grüße
    T.

  16. Ja, kann ich so unterschreiben.
    Immer wenn ich mal in der FC vorbei komme (nur noch sehr selten), fliegen wieder ein paar meiner Bilder raus. Was hatte ich da eine Zeit reingesteckt – weitergebracht hat es mich nicht. Ganz raus gehen tue ich aber nicht – linkbuilding ist ein wichtiger Punkt für SEO ;-)

    VG Andreas

  17. Andreas sagt:

    Seit meinem Eintritt bei Flickr spiele ich ständig mit dem Gedanken da wieder auszusteigen. Bringt mich null weiter. Und schöne Bilder ansehen kann ich auch ohne Account. Ich sollte es einfach mal tun. Oder schwimm ich doch weiter mit dem Strom mit? Schwierig.

    Wäre natürlich wenn alle austreten, dann gäbs keine Fotos mehr zum anschauen uns inspirieren.

  18. Erik sagt:

    Ich kann mich an Zeiten erinnern wo ich mich akribisch stundenlang durch deviantART geklickt habe. Inzwischen sind es in der Woche vielleicht noch 5 Minuten. Es gibt einige Beispiele für Amateure die es in Communities zu einer erstaunlichen Popularität gebracht haben und somit als Vorbild für die meisten Anmelder dienen. Wie es mit der Halbwertszeit dieser Popularität steht weiß ich nicht, jedoch hats bei mir nicht funktioniert. Wahrscheinlich weil ich irgendwie zu faul war überall und alles zu kommentieren, gespickt mit subtiler Werbung für meine eigenen Werke (so funktioniert das nämlich). Den Schritt “Account löschen” habe ich zwar bisher noch nicht gewagt, aber ich glaube ein paar Sateliten mit Verweisen auf meinen eigentlich Auftritt werde ich wohl noch im Äther lassen. Trotzdem stimmt es schon dass Onlinecommunities aller Art irgendwie nur Zeitvernichter sind.

  19. Thomas sagt:

    Danke für den mutigen Artikel!

  20. Peter sagt:

    Da spricht mir manches aus der Seele. Als ich mich vor einiger Zeit einmal aus einer für meinen Geschmack zu techniklastigen Community freundlich verabschiedet habe, schwappte mir eine Verachtung entgegen, dass ich echt dachte ich verlasse eine Sekte. Wie kann man nur eine Community die nur nach strenger Auswahl Mitglieder aufnimmt freiwillig ohne konkreten Anlass wieder austreten???
    Egal, ich bin weiterhin in einzelnen Communities, mache das buddy-Gedöns nicht mit, freue mich, wenn ich immer wieder tolle Bilder/Fotografen entdecke, die ich sonst nicht entdeckt hätte und nehme das ganze nicht so richtig ernst. Zum Ausgleich bin ich auch in einem ganz traditionellen Fotoclub (und der kostet mich oft mindestens genauso viel Nerven wie eine Community), habe neuerdings auch ein Blog und beteilige mich hin und wieder an internationalen Fotowettbewerben. Den großen Durchbruch schaffe ich mit meinen Bildern in keiner der Plattformen und so ist es für mich oft eine wichtige Übung, trotzdem hinter dem zu stehen, was ich mache und damit weiterzumachen auch wenn kein Schwein ein Bild von mir kommentiert oder keines meiner Bilder so richtig Erfolg hat. Meine Unabhängigkeit und meine persönliche Weiterentwicklung lasse ich mir sicher von keiner Community nehmen, dazu muss ich nicht allem den Rücken kehren.

  21. Fotocommunity. Mehr Fluch als Segen?…

    Kollege Olaf Bathke nennt sieben Gründe, so genannten Foto-Communitys den Rücken zu kehren. Recht hat er. Und jetzt wissen Sie auch, warum es meine Blumenbilder so gut wie nur auf meinen eigenen Websites, Galerien und Blogs gibt. (Oder auf den Web…

  22. Christoph sagt:

    @Guido

    im Prinzip hast Du recht. Ich muss aber sagen, dass in einem Blog deutlich mehr Persönlichkeit drinsteckt, als in einer Community-Profilseite. Ich kann meinen Blog so gestalten, dass meine Bilder optimal dargestellt werden, das ist bei Communities nicht möglich. Jeder, der also ernsthaft sich mit seinen Bildern auseinander setzt, wird sie also auf seinem Blog besser präsentieren können als bei einer Community.

    Ich finde auch, dass die Kommentare bei den Blogs deutlich differenzierter sind. Entgegen meinen Erwartungen sind übrigens die Kommentare bei einer Spezialgruppe bei StudiVZ sehr sachlich und auch kritisch (wohl weil die Diskussion über Hardware ausfällt).

  23. Olaf Bathke sagt:

    @all: Puh, lange nicht mehr so viel Kommentare gehabt.
    @Jan: Kann ich gut nachvollziehen. Wir halten uns mit der Veröffentlichung von Fotos von unserem Sohn auch zurück. Und das mit dem Gaffen, tja, das Internet befriedigt sicherlich zu einem großen Teil visuelle Bedürfnisse.
    @Nicki: Danke für Deinen Kommentar.
    @Stefan: Nein, das mach ich nicht… :-)
    @Jana: Das so ein Service Kosten produziert, die gedeckt werden müssen, ist ja klar. Man kann nicht immer erwarten, dass man im Internet alles gratis bekommt. Inwieweit man bereit ist, Geld für so etwas auszugeben, dass muss jeder selber entscheiden. Ich bin hier seid dem Sommer auch am überlegen, wie ich meine Kosten in Bezug auf den Blog decken kann. Das ist gar nicht so einfach.
    @Aleks: Ja, dieses Bashing finde ich auch unerträglich. Ich bin selber mal in einem Forum Opfer von solchen Zusammenschlüssen geworden. Widerlich, wie sich einige dann plötzlich verhalten.
    @Matthias: Kontakte sind doch auch schon Vernetzungen…
    @Guido: „Wow, stunning comment…“ ;-) Hier in meinem Blog erlebe ich das nicht so. Die Kommentare finde ich durch die Bank weg lesenswert und überhaupt nicht superlativ…
    @Einauge: Ich wechsel gerade vom PC zum MAC und kann Deine Aussage nicht bestätigen. ;-)
    @ Ronny: Wenn man bedenkt, dass der Artikel schon ca. 2 Jahre alt ist… ;-)
    @Lothar: Ja, in englischsprachigen Communities sehe ich auch mehr Freundlichkeit, allerdings auch mehr Oberflächlichkeit.
    @Christoph: Lieber mal an der Hörn spazieren gehen. Das ist besser.;-)
    @TF28:Ich glaube das ist eine Frage der Zeit. Blogs sehe ich nach wie vor im Trend. Vielleicht kannst Du Dein Netzwerk über Twitter weiter aufbauen. Hast Du Dich schon in dem Twitterverzeichnis für Fotografen eingetragen und dort rumgestöbert? Ich weiß von einigen, dass die dort gute Kontakte gefunden haben. http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2008/12/30/twitterverzeichnis-fur-fotografen/
    @Andreas Bender: Die FC Links sind nofollow…
    @Andreas: Es ist ein Frage, wie man sich vernetzt. Ich finde ja solche Systeme, wie Twitter viel besser, sich zu vernetzen. Flickr schau ich mir im Winter mal genauer an.
    @Erik: Solche Phänomene finde ich auch auf Youtube ganz spannend.
    @Thomas: Die richtigen Kritiken finden interessanterweise nicht hier im Blog statt. Der Artikel hat damals in vielen Foren für lebhafte Diskussionen gesorgt, Dort wurde natürlich diskutiert, nicht hier.
    @Henning Wüst: Danke…
    @Peter: Den Vergleich mit der Sekte finde ich sehr gut, Ich denke, dass Du den richtigen Weg gehst, wenn Du Deine Sachen machst, die Dir Spass bringen.
    @Christoph: Es ist ja quasi Dein Atelier. Im richtigen Leben würdest Du so ein Atelier doch auch nicht von der Stange kaufen. Blogs sind cool…

  24. Manu's Blog sagt:

    Sehr interessanter Artikel. Ein Thema, dem ich mich eigentlich auch mal widmen wollte, aber wie Du bereits richtig sagst, man bricht damit so manches Tabu.

    Ich spiele schon seit langem mit dem Gedanken, meine Werke in Stockfotoagenturen anzubieten. Die Frage ist nur: Welche ist die Richtige? Hat jemand Erfahrungen und kann eine Empfehlen?

  25. Jørg sagt:

    TF28 sagt:
    2009/10/05 um 18:31
    Hallo,

    Du hast mit vielen Deiner Argumente recht, speziell was die nichts sagenden Kommentare angeht und diese “mach-mich-nicht-nass-Mentalität”.

    Und: Was nützt einem die eigene Website, wenn Sie nicht besucht wird? Den nötigen Trafik zu generieren und sich zu vernetzen kostet auch hier kostbare Zeit und ob man dann eine ehrliche Meinung erhält bleibt ebenfalls fraglich.

    ————————————–

    Genauso sehe ich es auch. Habe mich vor ein paar Jahren mal komplett aus der fc verabschiedet, mich mittlerweile wieder angemeldet. Warum ich mich wieder angemeldet habe?
    Ich moechte meine Fotos teilen, d.h. moechte das sie von anderen als mir und meiner Familie gesehen werden. Freue mich dann ueber Anmerkungen die da kommen. Ob positiv oder negativ, ist mir eigentlich Egal. Setze mich mit beiden auseinander.
    Zum anderen hatte ich damals schon ein paar gute Kontakte in der fc und habe jetzt auch wieder ein paar gute Kontakte geknuepft. Aber kein “ich schreib zu jedem deiner Fotos Super….”Kontakt, sondern mehr soziale Kontakte, wenn man es so nennen kann im www.
    Ich glaube diese 2 Gruende waren auch mal die grundsetzlichen Gedanken dieser fotocommunity. Aber eine fotocommunity lebt durch ihre Mitglieder und da gibt es solche und solche. (wie beim Fussball, es gibt Fans und Hooligans, wo die einen den anderen den Spass verderben koennen)

    Das ist meine Meinung zum Thema…

    Lg Jørg

    PS: Ohne solche communitys haetten wir uns nicht kennengelernt

  26. R. Kneschke sagt:

    Du hast mit jedem der sieben Punkte den Nagel auf den Kopf getroffen. Dann warte ich mal gespannt, was Deine fünf Punkte zur “Verteidigung” sind.

  27. [...] Bathke nennt euch 7 Gründe, warum ihr aus einer Fotocommunity aussteigen [...]

  28. Wonco sagt:

    Ein wirklich interessantes Thema.

    Ich selbst löse mich gerade mehr oder weniger von vielen Plattformen was schlicht der fehlenden Zeit geschuldet ist (Zustimmung für diesen, von die angesprochenen Punkt). Allerdings bin ich der Meinung, dass solche Communities die persönliche Entwicklung nicht zwangsläufig hemmen. Für Neueinsteiger und Leute die sich in der Fotografie versuchen möchten bieten sie sicher einen unerschöpflichen Fundus für Inspirationen, dazu der Austausch mit anderen.

    Bis zu einem gewissen Punkt in der persönlichen Entwicklung also nicht unbedingt verkehrt.

    Bin auch gespannt, welche 5 Gründe “zum Bleiben” du aufführen wirst. ;-)

  29. [...] 7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community [...]

  30. [...] interessanten Bericht fanden wir bei Fotoholiker.com >>>  Der Autor Oaf Bathke meint “sind Communities” für eine Weiterentwicklung wirklich [...]

  31. [...] Warum sind Communities bei einige beliebt, warum bei den anderen nicht? Wer geht da hin und warum? Und warum warum rät Olaf Bathke davon ab. Für ihn gibt es 7 Gründe dagegen. 7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community | Olaf Bathkes Arbeit als Fotograf und Hochzeitsfo…. [...]

  32. claudia sagt:

    Hm, ich würde zum Artikel „Jein“ sagen. Mit etwas Weitblick kann man sich auch innerhalb einer FC Fotografen als „Buddies“ raussuchen, die der eigenen Weiterentwicklung dienlich sind. Und ich denke doch, dass eine FC zu einem bestimmten Moment der Entwicklung vom Knipser zum etwas ambitionierteren Fotografen sehr dienlich sein können. Jedes Ding hat seine Zeit. So oder so lernt man Fotografieren nicht am Rechner, das lernt man nur in dem man es tut. Also raus geht und die Fehler macht.

    Ich bin immer noch gerne in (meiner) FC unterwegs. Auch weil ich gerne Neulingen zurück geben möchte, was mir dort früher alte Hasen gegeben haben, damit wir alle weiterkommen.

    So oder so geht aber eh nichts über Treffen und Kommunikation und Bildbesprechung im realen Leben, neudeutsch: offline. Mir geben Bildbesprechungen aus einem ganz anderen Grund online nichts. Ein Foto muss gedruckt sein, um zu wirken. Ein Motiv auf Papier hat eine ganz andere Wirkung und Geschichte, insofern gebe ich mehr für Portfoliobesprechungen in Ruhe bei einem Glas Wein.

    Absolut unterschreiben würde ich sofort Deinen Kommentar zu der Hilfestellung von US-Fotografen und Bloggern, dagegen sind wir hier deutschen Knipser doch ein autistischer Haufen.

  33. Olaf Bathke sagt:

    @Claudia: Das sind ja die Gründe für einen Ausstieg. Die Gründe für einen Einstieg, die bin ich der Community ja schon seit 1,5 Jahren schuldig… ;-) Aber es gibt so viel wichtigeres, über das ich bloggen möchte…

  34. oli sagt:

    Gerne würde ich von anderen Lernen und mich austauschen, aber anstelle von virtuellen “Bildbesprechungen” würde ich jederzeit einen realen “Stammtisch” bevorzugen. Leider kenne ich zu wenig Leute in München die mein Hobby teilen und habe dazu noch viel zu wenig Zeit! :-(

  35. Olaf Bathke sagt:

    @oli: vernetz Sich doch mal mit Hilfe von Twitter und unserem Twitterverzeichnis für Fotografen. Ich bin mir sicher, das Du in diesem offenen Netzwerk Gleichgesinnte findest, vielleicht nicht unbedingt in München, aber auf jedenfall online.

  36. Maylin sagt:

    sehr schöner beitrag.
    ich merke das immer mehr, dass es auch keinen spaß mehr macht in communitys zu sein, ich finde es gut vernünftige kritik zu bekommen, weil ich es auch so will, da ich ja noch azubi fotografin bin und mich weiter entwickeln möchte, aber zb in einer gewissen community, wenn man dann mal nicht weiter weiss/ auf den schlauch steht und im forum eine frage sellt, wird man gleich als blöd dahingestellt, warum man das denn nicht schon weiss und so weiter… ob man den garnichts in der schule beigebracht bekommt O_o… anstatt einfach eine kompetente antwort zu liefern…
    naja desto trotz… dein blog ist super hilfreich ich werde ich öfters vorbei schauen :)

  37. Michaela sagt:

    Eine interessante Diskussion, finde ich.

    Aber das Nutzen eines Blogs oder das Anmelden in einer Community… kommt es da nicht auf den speziellen Menschen an, wie er mit Kontakten im Internet, Ideenklau, Jagd nach dem besten Bild und dem Suchtpotential umgeht?

    Sowas kann man nicht verallgemeinern.

  38. Olaf Bathke sagt:

    @Michaela: Wenn man nicht manchmal ein bisschen verallgemeinern würde, dann könnte man nicht immer Dinge deutlich machen.
    *Ironie Anfang*Und natürlich haben Fotocommunities bei der richtigen Nutzung ein riesiges Potential echte Erfolgsfotografen hervorzubringen. Man muss nur lange genug in den Communities verweilen, viel diskutieren, positive Anmerkung schreiben und warten, dass einen dort die Welt von draußen entdeckt. Ausnahmen bestätigen die Regel. Mir fallen nur gerade keine Beispiele ein… ;-)*Ironie Ende*

  39. Michaela sagt:

    Hmmm… wie kommst Du zu der Annahme, dass jeder der in einer fotocommunity angemeldet ist, dieses von Dir beschriebene Ziel hat, ein `”Erfolgsfotograf” zu werden
    Kreativität, Kontakte, Austausch, Spaß und nicht zuletzt einfach Fotografie stehen da wohl eher im Vordergrund.

  40. Olaf Bathke sagt:

    @Michaela:

    Bitte sag mir mal, wo ich tatsächlich die Behauptung aufgestellt habe, jeder wolle ein “Erfolgsfotograf” werden!

    Was ich in meinem Blog Artikel analysiert habe ist, dass das Verweilen in einer Communitie einer fotografischen Weiterentwicklung nicht unbedingt dienlich ist.

    Und jedem Menschen sei sein Spass, seine Kontakte, sein Austausch und seine Kreativität gegönnt. Solltest Du meinen Blog ein bisschen gelesen haben, so wüßtest Du, dass ich ein großer Freund davon bin, die Fotografie in den Vordergrund zu stellen.

    Und jetzt mal ganz ohne Ironie, vielen Dank für Deine ehrlichen Worte. Die meisten schreiben solche Anmerkungen eher an anderere Stelle, wo dann mein Artikel geschützt diskutiert wird, nämlich in Fotoforen… ;-)

  41. Michaela sagt:

    Na, um 11.57 Uhr hast Du, zwar im Deckmäntelchen der Ironie, die Behauptung aufgestellt, dass User von Fotocommunties denken, dass bei richtiger Nutzung “einen dort die Welt von draußen entdecken” würde und “Fotocommunities bei der richtigen Nutzung ein riesiges Potential echte Erfolgsfotografen hervorzubringen” hätten.

    Um solche Aussagen in Worte zu fassen, muss man doch erstmal den Gedanken haben, dass es Leute geben muss, die so etwas von einer Community erwarten. Es kann natürlich auch sein, dass Du nur von Deinen Erwartungen und Deinem Motiv für eine Anmeldung in einer Fotocommunity geredet hast und mit dieser ironischen Aussage nur Deinem Frust Ausdruck verliehen hast, dass sowas über solche Fotocommunities nicht möglich ist.
    Das kann natürlich auch sein. Vielleicht war das ein Denkfehler meinerseits.

    Danke auch für Deinen Dank. Bitte. :-)

  42. Olaf Bathke sagt:

    @Michaela: Wer lesen kann, der ist klar im Vorteil. ;-) Ich habe nicht die Behauptung aufgestellt, dass

    jeder der in einer fotocommunity angemeldet ist, (das beschriebende) Ziel hat, (…) `”Erfolgsfotograf” zu werden“.

  43. Michaela sagt:

    Ach komm… ich habe Dir doch um 13.02 Uhr erklärt, wie ich darauf gekommen bin. Man beschreibt doch nicht einfach mögliche Gedanken (die eigenen oder die eines anderen), in Ironie verpackt, außer man hat keine Ahnung was Ironie bedeutet.

    “Die Ironie (griechisch εἰρωνεία eironeía, wörtlich „Verstellung, Vortäuschung“) ist eine Äußerung, welche – meist unausgesprochene – Erwartungen aufdeckt, indem zum Schein das Gegenteil behauptet wird.” (Quelle: Wikipedia)

  44. Olaf Bathke sagt:

    @Michaela: Ich wiederhole mich höchst ungerne, aber Dir zum Gefallen schreibe ich es ein letztes Mal: Wer lesen kann, der ist klar im Vorteil. Und nu ist auch mal gut. Das ist hier ja schon fast so, wie in Fotoforen… ;-)))

  45. shogi~heike sagt:

    hallo

    ich bin im moment, als absolute DSLR anfängerin, sehr dankbar über verschiedene foren und fc`s.

    ich…
    …finde dort erklärungen von fachausdrücken, die in vielen zeitschriften und büchern zwar verwendet, aber nicht erklärt werden (oder ich lese die falschen bücher…)

    …versuche mein fotografisches auge zu schulen, in sachen bildaufbau, bildideen usw. (dabei “klaue” ich auch ideen…)

    …knüpfe kontakte zu anderen fotografen um sich persönlich zu treffen und auszutauschen (wobei ich momentan nur nehme und nicht “geben” kann)

    WAS mich persönlich stört, es gibt dort meist nur “schwarz und weiss” was die bildkommentare angeht. entweder meist unglaubwürdige lobhudelei (meist von den selben personen bei den selben fotografen) oder “böses” niedermachen ohne richtig kritik zu üben.
    man kann ja auch kritik oder verbesserungsvorschläge etwas nett verpacken. das würde mir als anfänger besser gefallen, als wenn “so ein mist” oder “wunderschön” geschrieben wird. ich weiss, meine bilder sind nicht perfekt, aber ich bin stolz auf jeden kleinen fortschritt den ich mache.

    vielleicht sehe ich das mit den communitys irgendwann auch mal anders, aber im moment bin ich sehr froh, das es sie gibt.

    jetzt stöbere ich noch durch deinen netten block, hier kann ich bestimmt auch noch viel lernen.

    LG heike

  46. Olaf Bathke sagt:

    @Heike: Ich wünsche Dir viel Spass in meinem Universum ;-)

  47. Werner Künzel sagt:

    danke für den Artikel über die 7 Gründe des Aussteigens aus Fotocommunitys.

    Auf der Google Suche nach einer für mich passenden Community habe ich das gefunden und gelesen. Zögere eh schon seit einiger Zeit alleine schon mit der Suche (erst mal anschauen, AGBs lesen usw.).

    Es hilft mir mich zu distanzieren. Vor ca. 2 Jahren begann ich bei Naturparkfotos teilzunehmen. Da ich nicht im Naturpark wohne, konnte ich nur selten durch Ausflüge (z.B. 4 Tage wandern mit Hund im Naturpark Soonwald) selber Bilder einstellen. Nach 1 Jahr machte ich große Pause. Jetzt schaute ich mal wieder im Naturpark Portal vorbei. Es macht echt ein wenig süchtig. Und dann die ganzen festgefahrenen Verhaltensweisen in so einer Community. Faszinierend ist es dennoch. Alleine nur die herausragenden Bilder dort mal anzuschauen. Dort gibt es auch Fototreffen mit Wanderungen und Unternehmungen. Ein Pluspunkt. Konnte ich jedoch noch nicht teilnehmen.
    Immerhin habe ich auch etwas gelernt dort.
    Nur möchte man auch selber regelmäßig mal was einstellen. Und daher suchte ich jetzt nach etwas anderem. Doch eigentlich ist die Zeit zu kostbar für diese aufwendigen Internet aktivitäten.
    Jetzt besinne ich mich und schaue nach einer neuen Orientierung für mein Fotografen Verhalten.

    LG Werner

  48. [...] Wer in der persönlichen fotografischen Entwicklung weiterkommen will, der sollte aus den Fotocommun… [...]

  49. Oli sagt:

    Ein Artikel, der mir aus der Seele spricht. Ich W A R auch mal bei der FC und fand es am Anfang ganz nett. Leider merkte ich auch mit der Zeit, dass die Kommentare sehr mager ausfallen. Nach dem Motto “sehr schönes Bild, geflällt mir…” kann ich nix mit anfangen. Tut zwar der Fotografenseele gut, aber man lernt dadurch null und nullinger.
    Ein weiterer negativer Aspekt ist, dass wenn man nicht jede Menge Buddies hat oder eben Ti… und Är…zeigt, ist in dieser “Communitie” ein Foto halb so viel interessant…zumindest für ein Großteil. Ich habe ja absolut nix gegen Teilakt- oder Aktaufnahmen…aber sie müssen eine gewisse Qualität an den Tag legen. Und das tun eben die wenigsten. Da kann die Lichtführung oder die BEA noch so grottenschlecht sein, wenn eine T… zu sehen ist, ist es schon mal ein hammer Bild. Und wehe, man bringt dann mal eine konstruktive Kritik an…ohje…da hat man dann die ganze Gemeinde gegen sich und wird als Ahnungsloser, prüde, etc. hingestellt. Also wer dabei ist, sollte sich ehrliche Kritik vernkeifen ;-)
    Dann noch wie kurz angerissen die Buddies…schön, wenn man viele hat, schlecht für die Komments seiner Bilder. Denn hat man keine Buddies, kriegt man keine Komments. Einfache Regel in der FC.
    Ich war ca. 2 Jahre dabei und hatte meiner Meinung nach recht ordentliche Fotos von mir online. Aber gelernt habe ich fototechnisch dort überhaupt nix. Und dass ich nur mittelmäßige Teilakt- oder Aktfotos anschauen kann, muss ich kein FC Mitglied sein. Diese Gründe bewogen mich, dort meine Mitgliedschaft zu beenden.
    Welche andere Netzwerk-Möglichkeiten man hat, wurde ja schon sehr schön in diesem Beitrag erläutert und da kann ich mich nur anschließen dies so umzusetzen.
    In diesem Sinne noch viele schöne Fotos und gut Licht.

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