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	<title>Olaf Bathkes Arbeit als Fotograf und Hochzeitsfotograf in Kiel und Hamburg &#187; Essays</title>
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	<description>Scharfsinniges, Ehrliches, Exklusives, Lebendiges aus dem Leben eines Fotografen!</description>
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		<title>Wann ist man ein richtiger Profi?</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 17:58:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Fall Leo Leo ist Profi. Er erledigt schwierige Aufgaben prompt, effektiv und zuverlässig. Er kann etwas, was man anderen in seinem Berufsfeld nicht zutrauen würde. Und deshalb ist er sehr gefragt. Sein Erfolgsrezept: Optimieren, optimieren, optimieren. Selbst wenn er nur noch schlechte Tage hätte, sein Ruf eilt ihm voraus, Leo bleibt Legende. Einkommen Und [...]


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<h3>Der Fall Leo</h3>
<p>Leo ist Profi. Er erledigt schwierige Aufgaben prompt, effektiv und zuverlässig. Er kann etwas, was man anderen in seinem Berufsfeld nicht zutrauen würde. Und deshalb ist er sehr gefragt.<br />
Sein Erfolgsrezept: Optimieren, optimieren, optimieren.<br />
Selbst wenn er nur noch schlechte Tage hätte, sein Ruf eilt ihm voraus, Leo bleibt Legende.</p>
<h3>Einkommen</h3>
<p>Und er nimmt Geld für seine Leistung, viel Geld! Er kann es sich leisten! Seine Kunden sind nicht so preisbewusst. Sie sind auf die Leistung fixiert. Leos Leistung wissen Sie zu schätzen, deshalb geben Sie Leo so viel Geld. Leo lächelt über Berufskollegen, die sich weit unter Preis verkaufen. Es gibt nur wenig Platz auf der Spitze der Gehaltspyramide, Leo hat sie bis nach ganz oben erklommen.<br />
Und weil seine Kunden so viel Geld ausgeben, würden sie kaum seine Leistung in Frage stellen. Wer will sich bei einem so großen Loch im Geldbeutel schon eingestehen, dass er einen Fehler gemacht hat, dass das Ergebnis nicht so optimal ist. Vor Leo hat man zudem Respekt. Leo kritisieren, dazu bedarf es schon eine Menge Mut.</p>
<h3>Ethos</h3>
<p>Leo besitzt ein hohes Maß an Berufsethos: Regeln und ungeschriebene Gesetze, er kennt Sie alle. Und er nutzt jede Gelegenheit, sein Berufsethos vor sich herzutragen, jeder soll es sehen.</p>
<p>Leo hat keine Angst vor Nähe. Für ein optimales Ergebnis geht er dicht ran, richtig dicht ran. Früher waren seine Werkzeuge nur auf die Arbeit in der Distanz ausgelegt. Eher unbewusst, hatte er doch früher noch Angst vor den Aufträgen.</p>
<h3>Ausbildung</h3>
<p>Seine Ausbildung ist ein Geheimnis. Kein Kunde ist jemals auf die Idee gekommen, ihn zu fragen, wo er seinen Beruf erlernt hat und was er für einen Abschluss hat. Leo strahlt so eine Souveränität aus, dass seine Ausbildung niemals Thema sein wird.</p>
<h3>Aura</h3>
<p>Erfahren mal Menschen im Privaten von seiner Profession, so verneigen sie sich sofort angesichts der Aura großen Prestiges. Leo mag das nicht. Allerdings soll es Mitbewerber geben, denen das sehr gefallen würde. Ein wahrer Profi, so Leo, ist leise und still.<br />
Im unmittelbaren Umfeld seiner Profession, ist Leo eher einsam. Er hat einfach keine Zeit für Smalltalk mit Mitbewerbern und er möchte auch nicht so viel von seinem Spezialwissen preisgeben. Allzu Neugierige könnten sich etwas abgucken und ihn womöglich kopieren. Wenn er mal kopiert wird, dann nur dilettantisch.</p>
<h3>Ausrüstung</h3>
<p>Seine Werkzeuge und Instrumentarien sind die Besten auf dem Markt! Er muss auf sie vertrauen. Er kann sie sich leisten. Es gibt Kollegen, die besitzen die gleichen Geräte, aber nur Leo öffnet mit Ihnen Türen in Gefilde, die anderen für immer verschlossen bleiben.</p>
<h3>Wichtige Dinge hat er gelernt:</h3>
<ul>
<li>Wie man in entscheidenden Momenten einen Fuß in die Tür kriegt.</li>
<li>Wie Durchsetzungskraft ans Ziel führt.</li>
<li>Wie man mit zahlungsunwilligen Kunden umgeht.</li>
</ul>
<p>An Leos Arbeit wird sich gemessen. Es soll schon Kunden gegeben haben, die einen Mitbewerber für weniger Geld engagiert haben. Nun sind sie todunglücklich angesichts der schlechten Leistung des Mitbewerbers. Über Leos Lippen läuft ein Lächeln, wenn er von solchen Enttäuschungen erfährt.</p>
<p><strong>Und was meinst Du, wann ist man ein Profi?</strong></p>



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		<title>Die Wirkung der Bilder aus Japan</title>
		<link>http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2011/03/14/die-wirkung-der-bilder-aus-japan/</link>
		<comments>http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2011/03/14/die-wirkung-der-bilder-aus-japan/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Mar 2011 21:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt wurde ich durch die Ereignisse am 11. September 2001 so ergriffen, wie jetzt durch die Katastrophe in Japan. Schon damals gingen unbeschreibliche Bilder um die Welt. Mir ging es nach dem Attentat so, dass ich nicht mehr davon loskam, die Bilder der einstürzenden Hochhäuser anzusehen. Trotzdem gelang es mir nicht, das Unfassbare zu verarbeiten. [...]


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<p>Zuletzt wurde ich durch die Ereignisse am 11. September 2001 so ergriffen, wie jetzt durch die Katastrophe in Japan.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="550" height="339" src="http://www.youtube.com/embed/4em-W4mGugA" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Schon damals gingen unbeschreibliche Bilder um die Welt. Mir ging es nach dem Attentat so, dass ich nicht mehr davon loskam, die Bilder der einstürzenden Hochhäuser anzusehen. Trotzdem gelang es mir nicht, das Unfassbare zu verarbeiten. Das ging damals nicht nur mir so.</p>
<p>South Park  schuf für dieses Phänomen ein Denkmal, indem die Macher Stans Mutter Sharon Marsh für 8 Wochen auf dem Sofa vor dem Fernseher haben erstarren lassen, Unverständliches von sich gebend. Vor Ihr stapelten sich Alltagsgegenstände, die sie noch mehr aus der Welt entrückt wirken ließen.</p>
<p>Heute ist im Vergleich zum 11. September vieles anders.</p>
<p>Soziale Medien und die Allgegenwärtigkeit von Technik in der Welt bombardieren uns mit Bildern, die wir nicht mehr vergessen werden. So nah, so dicht, als wären wir live dabei.</p>
<p>Das Land, in dem digitale Bilder wahrscheinlich ihre Geburtsstätte hatten, ist in Technik verliebt. Ich glaube in keinem Land ist die Dichte an digitalen Kameras im Verhältnis zur Wohnfläche so groß.</p>
<p>Japanern sagt man nach, dass sie auf Ihren Reisen im Vergleich zu anderen Völkern mit Abstand die meisten Bilder machen.</p>
<p>An dieser Stelle will ich mal nicht vertiefen, welche Erklärungsansätze es für dieses Verhalten japanischer Touristen gibt. Allerdings soll uns Susan Sonntag mal einen Aspekt genauer erläutern, den ich interessant finde: „Die meisten Touristen fühlen sich genötigt, die Kamera zwischen sich und alles Ungewöhnliche zu schieben, das ihnen begegnet. Nicht wissend, wie sie sonst reagieren sollen, machen Sie eine Aufnahme.“</p>
<p>Das Erdbeben, der Tsunami und die andauernde Nuklearkatastrophe werden als Triptychon ihre apokalyptische Wucht die Welt noch lange spüren lassen. Die Bilder werden herumgeistern, wie sie noch nie von einer Katastrophe herumgeisterten. Und von diesen Bildern wird es gerade in Japan sehr viele geben.</p>
<p>Die Aufarbeitung von einem Trauma geht nur, wenn man Erlebtes an sich heranlässt. Dies scheint mir zum augenblicklichen Zeitpunkt fast unmöglich.</p>
<p>Zöge man Parallelitäten zwischen dem Reiseverhalten und der japanischen Kultur, könne man auf die Idee kommen, dass Japaner mit Ihren Kameras das Erlebte einfängen, um es dann hoffentlich später zu verarbeiten.</p>
<p>Jemand, der durch einen Sucher schaut, ist dem realen Leben entrückt, distanziert sich von dem Geschehen, muss Gräuliches nicht an sich heranlassen.</p>
<p>Die aktuellen Geschehnisse werden die japanische Kultur mit Narben verunzieren, wie Erdspalten den japanischen Boden angesichts eines Erdbebens aufreißen. Geht man von der Traumatheorie aus, kann eine Aufarbeitung sehr lange dauern.</p>
<p>Die Allgegenwärtigkeit der Bilder wird hierbei nicht helfen. Sie werden Menschen eher daran hindern, all dies Gräuliche an sich heranzulassen.</p>



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		<title>Über Sicherheit und Komplexität: Kinners, ich werde alt!!</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 15:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher hatten wir noch einen Kaiser! Herrn Kaiser von der Hamburg Mannheimer. Der war immer für die Sicherheit zuständig. Zeitlich einhergehend mit dem Verschwinden des Herrn Kaisers aus der Werbung übernahmen wir Fotografen immer mehr Verantwortung für unsere eigene Sicherheit, gerade in Bezug auf den Workflow. Heute gibt es kaum noch Fotolabore, denen man für [...]


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<p><strong>Früher hatten wir noch einen Kaiser!</strong></p>
<p>Herrn Kaiser von der Hamburg Mannheimer. Der war immer für die Sicherheit zuständig.</p>
<p>Zeitlich   einhergehend mit dem Verschwinden des Herrn Kaisers aus der Werbung   übernahmen wir Fotografen immer mehr Verantwortung für unsere eigene   Sicherheit, gerade in Bezug auf den Workflow.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-5173  aligncenter" title="alt" src="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/wp-content/uploads/2011/01/alt.jpg" alt="" width="433" height="500" /></p>
<p>Heute  gibt es kaum noch Fotolabore, denen man für den verlorenen oder  verhunzten Film einen auf den Deckel geben kann. Nein, man muss sich  selber eine Kopfnuss verpassen, wenn mal was im Workflow verhunzt wurde  (Es sei denn man hat einen Praktikanten. :-) ).</p>
<p>So schön einige Entwicklungen in der modernen Fotografie ja auch sind, irgendwie wird alles auch immer komplizierter.<span id="more-5172"></span></p>
<p>Zu  Beginn der digitalen Ära hat man seine Daten einfach auf dem Rechner  gelassen und hin und wieder auf ne CD gebrannt! Und dabei fühlte man  sich sicher!</p>
<p>Aber  Heute? Heute ist das Thema Datensicherung eines der kompliziertesten  Themen überhaupt in der professionellen Fotografie. Mir drängt sich der  Eindruck auf, dass man auch als Privatperson fast schon <a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2010/08/19/gastbeitrag-eine-implementierung-einer-automatischen-datensicherung-unter-mac-os-x/">einen Lehrgang  zum Systemadministrator absolviert haben muss</a>, um ein Sicherheitsgefühl  in Bezug auf die eigenen Fotodaten zu haben.</p>
<p><strong>Ja, früher war alles besser!</strong></p>
<p>Früher  ging man einfach nur in die örtliche Volkshochschule, um einen Fotokurs  zu machen. Heute muss man sich unter 20 örtlichen, dilettantischen  Dienstleistern das beste Angebot heraussuchen. Keine leichte Aufgabe!</p>
<p>Früher  hat man seine Daten auch noch im JPG Format gespeichert. Heute kann man  eigentlich nur davon ausgehen, eine falsche Entscheidung getroffen zu  haben, wenn man seinen Workflow auf ein bestimmtes RAW Format auslegt.  Man bekommt zwangsläufig heftige Bauchschmerzen, wenn man mal 10 Jahre  in die Zukunft blickt.</p>
<p>Und  auch die Vertriebswege und die Öffentlichkeitsarbeit: Ach, ist das  heute alles kompliziert! Da muss man twittern, facebooken, flickrn,  quypen, foursquaren, miniprinten, makroprinten, verlinken, Buddys  beschleimen, sich mit immer unzufriedeneren Bildredakteuren in der  Printindustire abplagen und nebenher das Web scannen, ob einem irgendwie  wieder Bilder geklaut wurden.</p>
<p><strong>Was sind das alles für Zeitfresser!</strong></p>
<p>Heute  sollte man sich auch schon mal überlegen, ob man Fotos überhaupt  veröffentlichen will, weil viele Fotografen nichts besseres zu tun  haben, als einem <a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2009/09/02/uber-meine-arbeit-als-hochzeitsfotograf-in-hamburg-121-tipps-und-tricks/">Bildideen zu klauen</a>. Ja, man muss sich schon überlegen,  ob man überhaupt seine Webseite veröffentlicht, weil die einem auch  geklaut werden könnte. (Ist mir tatsächlich schon mal passiert! Habe ich gemerkt,  weil der Plagiator vergessen hatte den Googletrackingcode aus dem HTML  zu entfernen!)</p>
<p>Früher  hat man auch nicht lange überlegt und bei <a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2009/05/18/canon-5-d-mark-ii-erste-eindrucke/">Canon</a> eingekauft. Heute muss  man sich schon fast entschuldigen, dass man nicht mit Nikon  fotografiert. (Ich bitte ausdrücklich um sinnlose Grabenkämpfe in den  Kommentaren!)</p>
<p><strong>Kinners,  ich werde alt. </strong></p>
<p>Und manchmal glaube ich, dass das auch gut so ist. Wenn  man alt wird, dann muss halt nicht immer jeden Quatsch mitmachen, dafür  darf man aber jeden Quatsch schreiben, weil man aufgrund des Alters auch  nicht mehr so zurechnungsfähig ist!!! :-)</p>
<p>Herrn  Kaiser kennen hier sicherlich noch viele, oder? Aber gibt es hier  „Unter 40jährige“, die wissen, was ich meine, wenn ich sage: Olaf hat  Husten? :-) Euch bitte ich um entsprechend altersweitsichtige Kommentare.</p>
<p><strong>Das musste mal alles raus!!!</strong></p>
<p>Haben  eigentlich schon alle Leser/innen mitbekommen, dass ich einen neuen <a href="http://www.olafbathke.de/photography-blog/"> Hauptblog</a> habe, der in  englischer Sprache gepflegt wird? Ich bitte dort,  um viele neue <a href="http://feeds.feedburner.com/OlafBathke-TheAdventureOfBeingAPhotographer">RSS Feedabonnenten</a>.</p>



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		<title>The Sequel &#8211; Maßstab aller Dinge</title>
		<link>http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2010/11/24/the-sequel-masstab-aller-dinge/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 05:09:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennst Du noch dieses Gefühl: Du hast die erste CD einer neuen Band entdeckt, kannst über Monate nichts anderes mehr hören und fieberst der Nachfolge CD dieser Band entgegen. Eines Tages ist es soweit, Du ergatterst die Fortsetzung und sehnst verzweifelt die Gefühle herbei, die damals der Vorgänger in Dir auslöste. Tatsächlich plätschert die Musik [...]


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<p>Kennst Du noch dieses Gefühl:<br />
Du hast die erste CD einer neuen Band entdeckt, kannst über Monate nichts anderes mehr hören und fieberst der Nachfolge CD dieser Band entgegen. Eines Tages ist es soweit, Du ergatterst die Fortsetzung und sehnst verzweifelt die Gefühle herbei, die damals der Vorgänger in Dir auslöste.</p>
<p>Tatsächlich plätschert die Musik so vor sich hin und Du suchst verzweifelt dieses mitreißende Gefühl, dass Dich damals anpeitschte, allen Freunden und Bekannten diese eine CD zum Geburtstag zu schenken.<span id="more-5155"></span></p>
<p>Bedauerlicherweise erfüllt mich dieses Gefühl von Enttäuschung in den meisten Fällen, wenn ich Kunstprodukte käuflich erstehe.</p>
<p>Die Neuentdeckungen sind huij, die Fortsetzungen sind mau oder auch pfui.</p>
<p>Nun bin ich ein schwieriger Kunde, sehr kritisch und nicht so leicht zufrieden zustellen. Es gibt aber auch andere Gründe, warum die Fortsetzung für Künstler eine schwere Disziplin sein kann:</p>
<li>Zum Einen entwickeln sich die Kunden persönlich weiter und verändern fortlaufend ihren Geschmack.</li>
<li>Zum Anderen gibt es bei besonderer Kunst auch meistens Trittbrettfahrer, die einem diese Kunstgattung durch unglückliches Kopieren verderben, die einem aber auch mit formidabler Weiterentwicklung zeigen, was noch alles so möglich wäre. Vielleicht hat genau diese Erkenntnis Grunge- Legende Kurt Cobain dazu gebracht, sich eine Schrottflinte in den Mund zu stecken.</li>
<li>Dann ruhen sich Künstler auch gerne auf dem Erfolg aus, werden drogenabhängig oder konvertieren zum Buddhismus. So etwas ist natürlich keine gute Grundlage, seine persönlichen Neurosen weiterzuentwickeln und in etwas Tolles umzuwandeln, in Kunst, die berührt, wo der Funke einfach überspringt.</li>
<p>Mir fallen auf Schlag eine Menge Musiker ein, die die Fortsetzung als Disziplin nicht so gut beherrschen:</p>
<p>Herbert Grönemeyer, war früher ein ausgesprochen authentischer Sänger, der aus einem so trivialen Kunstobjekt wie der Currywurst, ein Lebensgefühl ausquetschen konnte, dass den Zeitgeist einer ganzen Republik traf.  Heute klingen seine gequetschten Laute eigentlich so, als ob er versuche, den Zeitgeist durch die regelmäßige Lektüre des Nachrichtenmagazins Der Spiegel aufzuschnappen.</p>
<p>Was haben U2  früher in mir ausgelöst. Zwar hatte ich von dem Nordirlandkonflikt und einem Leben in Irland keine Ahnung, jedoch konnte ich beim Zuhören auch in meinem wohlbehüteten Schleswig Holstein die nordeuropäische Krise förmlich spüren. Leider hat auch U2 die Globalisierung voll erwischt. Bei dem ewigen Versuch, die Welt zu retten, ist gerade Bono sehr unglaubwürdig geworden. Er hätte mit der Befriedung Nordirlands in Rente gehen sollen.</p>
<p>Selten kann ich mit der Fortsetzung oder gar dem Spätwerk eines Künstlers noch etwas anfangen. Im Bereich Pop/ Rock fällt mir vielleicht gerade mal Sting  oder Jimi Hendrix (Spätwerk ;-) ) als Gegenbeispiele ein.</p>
<p>Je anspruchsvoller die Kunst, desto eher kann ich mit den Fortsetzungen etwas anfangen. </p>
<p>Jazzsänger/innen sind da vielleicht ein bisschen wie ein guter Wein: Je älter, desto besser!</p>
<p>Die Krönung der musikalischen Weiterentwicklung sehe ich im Bereich der Klassik. Wer sich mal intensiv mit Mozart oder Bach beschäftigt hat, der weiß: Je fortgesetzter, desto besser. Und auch ein Pavarotti hat bis zum schweren Schicksal des Altersvibratos einen richtig guten Job gemacht.</p>
<p>Nun muss ich mal die Kurve zur Fotografie kriegen.</p>
<p>Sonntag war ich in meinem Lieblingsfotobuchladen und entdeckte in der Auslage den neuen Bildband von dem isländischen Fotografen Ragnar Axelsson.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?lt1=_blank&#038;bc1=000000&#038;IS2=1&#038;bg1=FFFFFF&#038;fc1=000000&#038;lc1=0000FF&#038;t=olafbade-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;m=amazon&#038;f=ifr&#038;md=1M6ABJKN5YT3337HVA02&#038;asins=3868732837" style="width:120px;height:240px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Wenn ich bedenke, wie ich 2005 auf Island Ragnar Axelssons ersten Fotoband entdeckte und diesen über Wochen in der völlig überfüllten Alubox meines Motorrades wie einen heiligen Gral sicher durchs isländische Gelände transportierte, dann steht das in einem so starken Gegensatz zu dem Gefühl, das Sonntag bei der Durchsicht dieses neuen Bildbandes aufkam.</p>
<p>Dieses neue Buch ist es nicht wert, den Weg über die Autobahn nach Kiel zu finden.</p>
<p>Wenn ich mal genauer nachdenke, dann fallen mir kaum irgendwelche Fotografen ein, die mich mit Fortsetzungen noch so begeistern konnten, wie mit dem ersten Bildband.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3902600071?ie=UTF8&#038;tag=olafbade-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3902600071">Josef Hoflehner</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=olafbade-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3902600071" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> sind sicherlich gute Fortsetzungen gelungen, vielleicht auch noch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3829600569?ie=UTF8&#038;tag=olafbade-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3829600569">Anton Corbijn</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=olafbade-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3829600569" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />.</p>
<p>Aber denke ich an <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3836522845?ie=UTF8&#038;tag=olafbade-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3836522845">David La Chapelle</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=olafbade-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3836522845" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />, <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3836508915?ie=UTF8&#038;tag=olafbade-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3836508915">Frans Lantig</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=olafbade-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3836508915" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /> oder <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3924044236?ie=UTF8&#038;tag=olafbade-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3924044236">Jim Brandenburg</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=olafbade-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3924044236" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" />, dann ärgere ich mich sehr über das herausgeschmissene Geld für die Fortsetzungen.</p>
<p>Wie seht ihr das? Können Fotografen Fortsetzungen? Oder sind die einfach irgendwann mal ausgebrannt?</p>



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		<title>Tatort Internet Foren: Kommunikationstypen, auf die man gut verzichten kann</title>
		<link>http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2010/06/11/tatort-internet-foren-kommunikationstypen-auf-die-man-gut-verzichten-kann/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 20:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Internetforen sind eigentlich eine feine Sache. Wo viele Menschen zusammenkommen, da lässt es sich gut diskutieren, so sollte man meinen. Leider findet man in diesen Foren immer häufiger Beiträge, die keinen Spaß bereiten und in hohem Maße inhaltsarm sind. Das beträchtliche Aufkommen dieser Beiträge erschwert ein gezieltes Filtern. Hinter solchen Beiträgen verstecken sich natürlich Menschen. [...]


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<p>Internetforen sind eigentlich eine feine Sache. Wo viele Menschen zusammenkommen, da lässt es sich gut diskutieren, so sollte man meinen. Leider findet man in diesen Foren immer häufiger Beiträge, die keinen Spaß bereiten und in hohem Maße inhaltsarm sind. Das beträchtliche Aufkommen dieser Beiträge erschwert ein gezieltes Filtern.</p>
<p>Hinter solchen Beiträgen verstecken sich natürlich Menschen. Die fehlende physische Präsenz der Gesprächspartner und die Anonymität des Internets helfen diesen Menschen, ihre persönlichen Macken mal so richtig auszuleben.</p>
<p>Im richtigen Leben gibt man unliebsamen Menschen leichter einen Laufpass. In den vorgegebenen und eingeschränkten Kommunikationswelten eines Forums lässt sich eine Ignore- Funktion nur schwer umsetzen.</p>
<p>Der liebe Gott und seine bezaubernde Vielfalt: Kommunikationstypen, auf die man gut verzichten könnte:<span id="more-4273"></span></p>
<h3>Der Egomanen Typ</h3>
<p><em>„In meinen Augen einfach Schwachsinn, warum sollte ich jede meiner Tätigkeiten ins Netz stellen? Wen interessierts?“</em></p>
<p>Der Egomane nutzt jede Möglichkeit, seine eigene Meinung und Sichtweise der Dinge zu posten, auch wenn Sie gar nicht gefragt sind. Meinungen und Sichtweisen hat er viele. Er liebt es, von sich selber zu sprechen. Seine Meinungen und Sichtweisen wirken übersteigert und nicht authentisch. Sein erklärtes Ziel ist es, sich mit den eigenen Meinungen und Sichtweisen in den Mittelpunkt zu befördern.<br />
Der Egomane ist zunächst sehr beliebt bei Forennutzern. Mit der Zeit kehren erfahrene Forennutzer dem Egomanen aber den Rücken zu, weil sie sich als Gesprächspartner zur austauschbaren Masse degradiert fühlen. Wie gut, dass es immer wieder Neuzugänge in Foren gibt.</p>
<h3>Der Luschen Typ</h3>
<p><em>„Also, zum ersten weiß ich nicht ob ich HIER richtig bin&#8230; falls also nicht , sorry :] zum 2.en, zu meinem anliegen. … ich muss an dieser stelle noch erwähnen das ich BISHER keine große erfahrung habe, zumindest in sachen technik =(- so bin ich mir recht unsicher was ich genau beachten muss</em>“<br />
Der Luschen Typ entschuldigt sich fortwährend für sein Unwissen, gibt sich unwichtig und unbedeutend, entwertet sich selbst. Um Ablehnung zu vermeiden, macht er das, was von ihm erwartet wird. Der Luschen Typ ist gerne Erfüllungsgehilfe und buhlt um Anerkennung, indem er sich Arbeit auflastet. Ist einmal ein gewisses Maß an Halbwissen angesammelt, so mutiert der Luschen Typ zum Haupteditor einer Wiki oder der hauseigenen FAQ.<br />
Der Luschen Typ petzt Regelverstöße an den Pförtner Typ. Ein unerfahrener Luschen Typ stolpert gerne mal über die Suchfunktionsfalle. Erfahrene Luschen Typen erinnern dann unerfahrene Luschen Typen bei ihren ersten Fragen in einem Forum an die Suchfunktion und liefern gleich das entsprechende Suchergebnis mit. Aggro Typen erinnern unerfahrene Luschen Typen lediglich an die Suchfunktion und nutzen jede Möglichkeit, die Unerfahrenheit der Luschen Typen für ihre eigenen Bedürfnisse auszunutzen.</p>
<h3>Der Aggro Typ</h3>
<p><em>„ja, da nehm ich mir das mal raus Ist nicht fair. P.S. Ja, das sind zweierlei Messlatten. Die wurden durch diejenigen festgesetzt, die hier permanent im Hintergrund werkeln&#8230;“</em><br />
„Jau, das ist zweierlei Maß. Aaaaahrg, wie schlimm. Lol, dass Freiheit hier herrscht zeigt doch alleine, dass hier alles schön zu lesen wird und von uns beantwortet wird.“<br />
Der Aggro Typ steht über allen anderen Nutzern in einem Forum. Sich so zu erheben geht nur durch die gezielte Erniedrigung Vieler. Der Aggro Typ hat vor allen Dingen ein Auge für Fehler und Schwächen anderer Forennutzer. Diese Fehler zeigt er auf, wo er nur kann. Seine inhaltsarmen Beiträge stellen sicher, dass eigene Fehler und Schwächen kaschiert werden.<br />
Aggro Typen treffen gerne auf andere Aggro Typen und füllen endlose Threads mit gegenseitigen Attacken. Opfer findet der Aggro Typ vor allen Dingen in Luschen Typen. Aggro Typen provozieren den eigenen Herauswurf aus einem Forum durch den Pförtner Typ.</p>
<h3>Der Pförtner Typ</h3>
<p><em>„Die Gedanken siihiind freiiii *pfeifff* Thats the rule, Wems nicht passt, dem musses nicht passen.“</em><br />
Der Pförtner Typ möchte lenken und kontrollieren. Er fordert das Einhalten von Regeln ein. Aufmerksame Beobachter gewinnen den Eindruck, der Pförtner Typ habe Angst vor Kreativität, Überraschungen und Kontrollverlust. Nicht jeder Pförtner Typ ist Moderator, dafür gibt es leider zu wenige Moderatorenplätze in einem Forum. Der Pförtner Typ rechtfertigt sein Handeln mit der Qualitätssicherung von Inhalten. Das ist allerdings ein Vorwand: Inhalte sind ihm tatsächlich nicht so wichtig, wie die Einflussnahme auf Personen.<br />
Der Pförtner genießt es, wenn er Abhängigkeiten produzieren kann. Er schlägt sich gerne mal auf die Seite eines angegriffenen Luschen Typen. In der Funktion des Moderators verschiebt er als Machtbeweis auch mal einen Beitrag in eine andere Forums- Rubrik, obwohl der Beitrag dort noch schlechter aufgehoben ist.</p>
<p>Und, auf welche Kommunikations Typen könnt Ihr verzichten?</p>



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		<title>Markename, Künstlername, Name! Wie gehst Du als Fotograf durch die weite Welt?</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 07:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Fotograf]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Umfrage vom 26.2. fand ich interessant. Über 50% treten mit ihrem realen Namen in Erscheinung. So in etwa habe ich das Ergebnis auch erwartet. Im Zuge der Anmeldung eines Markennamens, mache ich mir gerade Gedanken, wie man begrifflich bzw. namentlich als Fotograf im Internet oder im realen Leben in Erscheinung treten kann. Du kennst [...]


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<p>Die <a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2010/02/26/umfrage-wie-trittst-du-als-fotograf-namentlich-bzw-begrifflich-in-erscheinung/">Umfrage</a> vom 26.2. fand ich interessant.</p>
<p>Über 50% treten mit ihrem realen Namen in Erscheinung.</p>
<p>So in etwa habe ich das Ergebnis auch erwartet.</p>
<p>Im Zuge der Anmeldung eines Markennamens, mache ich mir gerade Gedanken, wie man begrifflich bzw. namentlich als Fotograf im Internet oder im realen Leben in Erscheinung treten kann.</p>
<p>Du kennst mich unter meinem tatsächlichen Namen. Mit Olaf Bathke werde ich angesprochen oder auch weiterempfohlen. In meinen Internetanfängen hatte ich mir einige Gedanken gemacht, wie ich im World Wide Web in Erscheinung treten wollte. Da gab es mal kurz den Impuls, unter einem Künstlernamen zu publizieren. Mit der Entscheidung, unter meinem tatsächlichen Namen zu publizieren, bin ich bis heute zufrieden.</p>
<p>Die Bedeutung von den Begrifflichkeiten Markennamen, Künstlername oder Name für einen Fotografen ist vielschichtig. Die Begrifflichkeiten sind vor allen Dingen dynamisch. So kann es schnell passieren, dass ein Künstlername Markennamencharakter bekommt oder ein Name Markename wird. Meine Gedanken gehen in diesem Artikel vor allen Dingen in die Richtung der Zuschreibung von Emotionen, Eigenschaften oder Qualitäten, aber auch einer persönlichen Weiterentwicklung unter dem Gesichtspunkt dieser Begrifflichkeiten. Solche Begrifflichkeiten sind aber auch wichtig, wenn man zu möglichen Kunden Beziehung herstellen möchte. Zudem helfen Sie, Produkte und Dienstleistungen zu unterscheiden.</p>
<p>Nähern wir uns diesem Thema mal ein bisschen praktischer:<span id="more-3311"></span></p>
<h3>Überblick:</h3>
<p>Wenn Du als Fotograf Deine ersten Schritte machst, so solltest Du Dir die Zeit nehmen und über Deine begriffliche bzw. namentliche Erscheinung Gedanken machen. Tatsächlich gibt es einiges zu bedenken. Es kann sein, dass Du anfänglich die Auswirkungen dieser Entscheidung unterschätzt. Schwierig wird es vor allen Dingen, wenn man sich in der Zukunft weiterentwickelt bzw. sich professionalisiert.</p>
<p>Letztens bin ich im Kontakt mit meinem Blognachbarn <a href="http://kwerfeldein.de/">Kwerfeldein</a> darüber gestolpert, dass ich seinen richtigen Namen gar nicht abgespeichert hatte, obwohl ich ihn schon längere Zeit immer wieder gelesen habe. Peinlicherweiser habe ich ihn mit Martin G“r“ommel angesprochen. Ich denke, Martin hat mir das nicht übel genommen.</p>
<p>Martins Professionalisierung dürfte ein interessantes Beispiel sein, was für eine Bedeutung eine Wortwahl für die weitere persönliche Entwicklung haben kann. Was bei Martin sicherlich mal mit einem Nickname begann, dass dürfte mittlerweile mindestens ein Künstlername sein, wenn sich der Begriff <em>Kwerfeldein</em> nicht sogar schon als Markenname weiterentwickelt hat. Ich vermute, dass dies nicht nur bei mir zu Störungen führen kann. In meinem Twitterstream bin ich darüber gestolpert, dass Martin mit „der Kwerfeldein“ betitelt wurde. Dies führt spätestens dann zu Verwirrung, wenn Du in einem anderen Satz liest: Das steht auf Kwerfeldein. Aber wer fotografiert denn dann Deine Hochzeit, „Martin Gommel“ oder „Kwerfeldein“? Bieten Hochzeitsfotos von einem „Kwerfeldein“ oder einem „Martin Gommel“ für einen Kunden die gleichen Assoziationsmöglichkeiten?</p>
<p>Dir sollte klar sein, was es für Dich beim Publizieren von Inhalten bedeuten könnte, wenn Du Dich für einen Markenamen, Künstlernamen oder Namen entscheidest. Nun werde ich mal ein bisschen konkreter.</p>
<h3>Konkrete Beispiele:</h3>
<p>Unter einem <strong>Markennamen</strong> ist es leichter, Inhalte unabhängig von einer Person zu verbreiten. Ein Markenname kann unabhängig von einer Person wachsen, die Inhalte können sich in viele Richtungen weiterentwickeln. Eigenschaften und Besonderheiten lassen sich weitreichend entwickeln. So ein Markenname muss allerdings erst einmal mühsam mit Assoziationsmöglichkeiten gefüttert werden. So ein Markenname hat auch einen beweglicheren Wert. Wie man das zuletzt bei der Versteigerung von basic-thinking.de sehen konnte. Im Gegensatz zu einem realen Namen, kann man einen Markennamen verkaufen. Hinter einem Markennamen ist es allerdings schwerer als Person in Erscheinung zu treten. Die Gefühle und auch die Aufmerksamkeit von Kunden werden sich immer schwerpunktmäßig an den Markennamen binden, nicht an die Person hinter einem Markennamen. Wenn ich den Vergleich mit einem lokalen Mitbewerber ziehe, so stelle ich fest, dass ich den Chef eines bestimmten Fotostudios nicht kenne, allerdings den Markennamen des Studios abgespeichert habe. Unter so einem Markennamen ist es natürlich leichter, Angestellte arbeiten zu lassen. Meine Kunden würde mir einen Vogel zeigen, wenn ich denen einen Angestellten auf deren Hochzeit schicke, wenn sie doch Fotos von Olaf Bathke einkaufen möchten.</p>
<p>Ein <strong>Künstlername</strong> wiederum entrückt zunächst einmal von der eigentlichen Person. Ein Künstlername hilft auch, wenn man einfach einen unglücklichen Namen (z.B. Olaf Hässlich oder Olaf Wucherpfennig) für die Ausübung des Berufes Fotograf hat. Wolle man der eigentlichen Person Eigenschaften oder Besonderheiten zuschreiben, so müsste man immer erst einmal die Entrückung von dieser Person überwinden. Eine Person mit Künstlername bekommt schnell eine gewisse Künstlichkeit zugeschrieben, gerade wenn der Künstlername offensichtlich ist. Ein Künstlername ist eine Vorlage für die spätere Markennamenwandlung. Mit einem Künstlernamen dürfte es viel schwieriger sein, Authentizität zu produzieren.</p>
<p>So ein Künstlername schafft aber auch kreativen Freiraum, einen Alter Ego zu entwickeln, der von den Eigenschaften und Besonderheiten einer Person abrücken kann. Das bedeutet natürlich mehr Spielraum für das kreative Schaffen. Ein Künstlername schafft auch einen Wert, der an die Person gebunden ist. So ein Künstlername bindet die persönliche Entwicklung eher an diese eine Person hinter dem Künstlernamen und manifestiert sie dort. Sind Emotionen erst einmal gebunden, dann kann man da nur noch schwer von abrücken. Ein schönes Beispiel ist „Farin Urlaub“. Der kann noch so tolle Fotobände veröffentlichen, Farin <span style="text-decoration: underline;">Urlaub</span> wird immer der Frontmann von der <span style="text-decoration: underline;">Spass</span>punkband „Die Ärzte“ sein und es nie schaffen als Fotograf so bedeutsam zu werden, wie als Sänger. Auch wenn die Künstlernamensextension „Urlaub“ Assoziationsmöglichkeiten für einen Reisefotografen bietet.</p>
<p>Ein Künstlername verschafft zudem persönlichen Freiraum. Er hilft beim Trennen vom Beruflichen und dem Privaten. Würde ich zum Beispiel unter meinem realen Namen solche Schmuddelfotos wie <a href="http://www.terryrichardson.com/" target="_blank">Terry Richardson</a> produzieren, so hätte ich schnell die argwöhnischen Blicke meiner Nachbarschaft gepachtet.</p>
<p>Die Verwendung eines <strong>realen Namens</strong> bringt natürlich am besten die eigentliche Person in den Vordergrund. Alle möglichen Attribute, die unter diesem Name entwickelt werden, die binden sich leibhaftig und ohne Umweg an diese eine Person. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Schaffung von Authentizität und Einzigartigkeit ist der eigene Name sicherlich die erste Wahl. Die persönliche Namensnennung vermittelt sicherlich die engste Bindung an die Person des Künstlers. Der Fotograf ist mit seinem Namen stets im Fokus. Die Person lässt sich aber nicht abtrennen. Weitere Entwicklungen von Inhalten sind unmittelbar an die Person gekoppelt. Ein Wert ist von der Person schwer trennbar.</p>
<h3>Schlussgedanken:</h3>
<p>Für mich persönlich ist es stimmig mit meinem realen Namen in Erscheinung zu treten. Auch wenn es bedeutet, dass ich meinen Blog in der Rente nicht mal so eben versteigern und von dem Erlös einen Pflegeheimplatz auf den Seychellen finanzieren könnte.</p>
<p>Du siehst, ob man nun unter einem Markennamen, einem Künstlernamen oder einem realen Namen als Fotograf in Erscheinung tritt oder im WWW bzw. im wahren Leben Inhalte publiziert, das hat durchaus Bedeutungen oder Auswirkungen. Es war Dir bestimmt nicht bewusst, als Du in Deinen Anfängen deine Homepage registriert hast oder einem Fotoforum beigetreten bist.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass viele Fotografen an Punkte kommen, wo sie über diese Bedeutung stolpern bzw. Probleme bemerken.</p>
<p>Dieser kleine Essay erfasst sicherlich nicht alle Aspekte zu diesem Thema. Aber zum Glück gibt es meine klugen und erfahrenen Kommentatoren. Was fällt Euch zu diesem Thema noch ein?</p>



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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 06:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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<p>Den Vorgang der Produktankündigung einer <a title="Kamera Lächelerkennung" href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2009/01/08/es-wird-immer-doller-sony-ericsson-c510-kamera-mit-lachelerkennung/">Kamera mit Lächelerkennung</a> haben wir bereits vor ein paar Monaten mit einem Schmunzeln im Gesicht adakta gelegt.</p>
<p>Wer glaubt, dass den Kamera- bzw. Softwareherstellern  angesicht der Lächerlichkeit dieser Entwicklung das Siegerlachen im Halse steckenblieb, der irrt gewaltig.</p>
<p>Diese Kamerafunktion war lediglich der Anfang einer Entwicklung, der wir uns in den nächsten Jahren ausgesetzt sehen werden.<span id="more-3707"></span></p>
<p>Besonders Anfänger sind kauffreudig, wann man Ihnen verspricht, mit Automatisierungen alles richtig zu machen, das ideale Foto zu erhalten Fotografieren könnte ja soooo kompliziert sein, wenn man nicht die ganzen Hilfsmittel, wie Belichtungsautomatiken oder Programmautomatiken hätte.</p>
<p>An die Automatisierungsfunktionen zur idealen Einstellung der Kamera haben wir uns bereits gewöhnt. Diese Funktionen nutzen wir gerne. Kein Profi wird seine Verschluss- oder Blendenautomatik missen wollen. Damit lockt man die Käufer nicht mehr hinter dem Ofen hervor.</p>
<p>Wenn es an der Kamera nichts mehr durch Automatisierungen zu verbessern gilt, dann kann man ja versuchen, das Prinzip des automatisierten Verbesserns außerhalb der Kamera zu adaptieren.</p>
<p>Leider geht diese Strategie nur bedingt auf, da Motive zwar analysiert werden können, aber leider fehlen noch die Möglichkeiten, die Motive idealtypisch zu arrangieren. Zudem stecken die Entwicklungen noch in den Kinderschuhen und haben teils gewaltige Kinderkrankheiten.</p>
<p>Schau Dir einfach mal das folgende Beispiel an:</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/t4DT3tQqgRM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/t4DT3tQqgRM&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Auch, wenn es noch <strong>leichte Anlaufschwierigkeiten</strong> gibt, die Entwicklungen werden weiter gehen.</p>
<p>Wenn die Algorithmen zur Motivanalyse erst einmal keine Kinderkrankheiten mehr haben, dann wird man versuchen den nächsten logischen Schritt zu gehen.</p>
<p>Nach der <strong>Lächelerkennungsfunktion</strong> käme die <strong>Lächelinitialisierungsfunktion</strong>.</p>
<p>Da wäre es denkbar, die Kamera sage &#8220;Cheese&#8221;. Vielleicht könne man im Sinne eines glücklichen Gesichtes auch Medikamente oder Drogen einsetzen.</p>
<p>Schwieriger wäre es mit dem richtigen Licht beim Sonnenaufgang. Bis wir Wolken, Wind und Licht so initialisieren können, dass sich das ideale Foto ergibt, ist es zum Glück noch lange hin.</p>
<p>Bis dahin erfreue mich über die besonderen und einzigartigen Momente draußen in der Natur.</p>
<p><strong>Und, was meinst Du? Was wird da noch alles auf uns zukommen? </strong></p>



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		<title>Fotografie von berühmten Plätzen: Alles eine Frage der Brennweite oder der richtige Umgang mit Fotoopfern</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 07:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>

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		<description><![CDATA[Svartifoss Auf meiner Islandtour hatte ich auf den kilometerlangen Fahrten viel Zeit, über die wirklich wichtigen Dinge des Fotografenlebens nachzudenken. So habe ich mich zum Beispiel gefragt, wie ich zu fotografischen Objekten stehe, die von fast jedem Touristen bzw. Fotografen angesteuert und abgelichtet werden. Gemeint sind eben solche Objekte, wie der Geysir in Island oder [...]


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<p style="text-align: center;"><a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/wp-content/uploads/2009/12/017-island.jpg" rel="lightbox[3323]"><img class="aligncenter size-full wp-image-3324" title="017-island" src="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/wp-content/uploads/2009/12/017-island.jpg" alt="017-island" width="525" height="350" /></a>Svartifoss</p>
<p>Auf meiner Islandtour hatte ich auf den kilometerlangen Fahrten viel Zeit, über die wirklich wichtigen Dinge des Fotografenlebens nachzudenken. So habe ich mich zum Beispiel gefragt, wie ich zu fotografischen Objekten stehe, die von fast jedem Touristen bzw. Fotografen angesteuert und abgelichtet werden. Gemeint sind eben solche Objekte, wie der Geysir in Island oder der Geirangerfjord in Norwegen.</p>
<p>Froh ist der Fotograf mit dem größten Weitwinkel oder mit der längsten Brennweite. Jetzt nicht im freudschen Sinne, also, wer den Dicksten oder Längsten hat.<span id="more-3323"></span></p>
<h3>Olaf Bathke ist 17 mm Fan</h3>
<p>Nein, kann man mit extremen Brennweiten doch ziemlich nahe an das Objekt herangehen bzw. aus der Weite gezielt operieren und so verhindern, dass einem irgendwelche Touris vor die Kamera laufen. Also, je mehr Weitwinkel, desto dichter kann ich mich für einen ähnlichen Bildausschnitt heranwagen, alle anderen stehen dann hinter mir. Sehr lustig war es am Svartifoss (süßer kleiner Wasserfall in Island). Mit meinem Canon 17-40 mm Objektiv konnte ich mich recht weit nach vorne bewegen und die Gesichter hinter den vielen Kompaktkameras in meinem Rücken wirkten ziemlich genervt, da ich immer auf Ihren Bildschirmen rumwuselte. Nur ein Fotograf mit Panoramakamera stand mir dann längere Zeit im Weg.</p>
<p>Ich hatte zudem mit den vielen roten Jack Wolfskin Jacken zu kämpfen, die Touris auf irgendwelche Felsen gaaaanz weit vorne ablegten oder bei Detailaufnahmen in der Nähe des Wasserfalles nicht auszogen. Grün und Rot, das ist ja komplementär. Leider haben die Kompaktkameras mittlerweile alle eine Makrofunktion. :-(</p>
<h3>21.800.000 Ablichtungen</h3>
<p>Hat sich eigentlich mal jemand überlegt, wie häufig so ein Wasserfall schon abgelichtet wurde? Nehmen wir nur mal die letzten 10 Jahre im Zeitalter der Digitalfotografie. 200 Besucher pro Tag, 30 Aufnahmen pro Person, 364 Tage im Jahr, 10 Jahre: Macht 21.800.000 Ablichtungen!!!</p>
<p>Wenn man jetzt noch mal bedenkt, dass gerade solche Objekte von vielen berühmten Fotografen besucht wurden und wahrscheinlich alle erdenkliche Lichtstimmungen, Blickwinkel und Positionen schon Anwendung fanden. Dann kann man sicherlich von multiplen Abnutzungserscheinungen sprechen.</p>
<h3>Das &#8220;Schiefe Turm von Pisa&#8221; Phänomen</h3>
<p>Der Boden vom Svartifoss wirkte fast wie die Treppen des schiefen Turms von Pisa. (Für diejenigen, die noch nicht auf dem Turm waren: Das ist eine Anspielung in Bezug auf die asymmetrische Abnutzung der Stufen, die bedingt durch die Schiefe des Turms und der Schwerkraft entsteht) Ich hatte einfach nach den Abnutzungen des Bodens geschaut und mich für den idealen Aufbau meiner Kamera an diesen Abnutzungen orientiert. Da wo am wenigsten Gras wuchs, da mussten die besten Fotos gemacht werden können.</p>
<p>Ok, das ist ein Witz. Ich habe mich natürlich gegenteilig verhalten.</p>
<p>Am Geyrangerfjord in Norwegen kann man übrigens ganz einfach dem Uringeruch folgen, der führt zu dem sogenannten <em>Adlerhorst</em>. Die Bezeichnung <em>Adlerhorst</em> resultiert nicht daraus, dass in dieses Nest so viel uriniert wird &#8211; nein, dort hat man den vermeintlich besten Blick in den Fjord (und keine Klos trotz Massenandrang). Den Uringeruch fand ich am Geyrangerfjord so irritierend, dass ich mich weigerte, dieses Fotoopfer abzulichten.</p>
<p>Den Svartifoss hatte ich natürlich vor der Reise nach Island noch in diversen Bildbänden zur Einstimmung studiert. Irgendwie bekommt man das Gefühl, den Svartifoss schon zu kennen, wenn man vor ihm steht. Nichts Neues mehr, was sollte man da noch mit dem Fotoapparat erarbeiten, was gilt es noch zu entdecken? Wo bleibt da der Reiz?</p>
<h3>Indianer lassen sich nicht gerne Fotografieren</h3>
<p>Mir fiel dann irgendwann ein, dass sich Indianer nicht so gerne fotografieren ließen, weil sie Angst hätten, dass Ihnen der Fotoapparat die Seele stehlen könnte. Ja, ist der Mensch mit seiner Technik nicht schon immer eine Bedrohung für die Natur gewesen? Und in der Tat beschloss ich, so vor dem Svartivoss stehend, den Begriff „Fotoopfer“ einzuführen.</p>
<h3>Hilfsfond für Fotoopfer</h3>
<p>Wie kommt es zu solchen Fotoopfern?</p>
<p>Ich vermute, das Ganze hat etwas mit Rudelverhalten bzw. mit dem verlorengegangenen Respekt vor Mutter Natur zu tun, eventuell sogar mit fehlendem Respekt vor uns selbst. Schließlich erlaube ich der Natur, etwas in mir auszulösen, mit mir zu machen. Das funktioniert an solchen Pilgerstätten für Fotoopfer nur schwerlich.</p>
<p>Letztmöglich ist es vielleicht bei Fotoopfern eine angemessene Haltung, wenn man zunächst auf seinen Fotoapparat verzichtet und das Treiben um diese Szenerie auf sich wirken lässt. Vielleicht erhält man so die Chance einen solchen entweihten Ort auf eine neue Art kennenzulernen.</p>
<p>Ich fordere Dich auf, meinem <strong>Hilfsfond für Fotoopfer</strong> beizutreten. Der erste Schritt sollte sein, dass wir eine <strong>Liste aller Fotoopfer</strong> zusammentragen. Danach sollten wir gemütlich bei einem Tee überlegen, was wir mit dieser Liste anfangen.</p>
<p><strong>Also, wo ist Dir in Deinem bisherigem Fotoleben ein solches Fotoopfer begegnet? Ich will es wissen! Schreib es in den Kommentar!<br />
</strong></p>



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		<title>Die „Point and Click Technik“ oder „Oh, da ist ein&#8230;.!“</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 05:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps und Tricks]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografieren]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps]]></category>
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		<description><![CDATA[Fotos von Eichhörnchen Die Wortschöpfung stammt von mir: „Point and Click- Technik“ Sie beschreibt ein bestimmtes fotografisches Vorgehen. Das Prinzip der „Point and Click- Technik“ ist einfach. Der Fotograf zeigt begeistert mit seinem Zeigefinger auf das Objekt seiner Begierde, zielt mit der Kamera und drückt ab. Wertfrei betrachtet handelt es sich bei der „Point and [...]


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<p><a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/wp-content/uploads/2009/05/fotos-von-eichhoernchen.jpg" rel="lightbox[1700]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1703" title="fotos-von-eichhoernchen" src="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/wp-content/uploads/2009/05/fotos-von-eichhoernchen.jpg" alt="fotos-von-eichhoernchen" width="525" height="351" /></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Fotos von Eichhörnchen</strong></p>
<p>Die Wortschöpfung stammt von mir:</p>
<p style="text-align: center;">„<strong>Point and Click- Technik</strong>“</p>
<p>Sie beschreibt ein bestimmtes fotografisches Vorgehen.</p>
<p>Das Prinzip der „Point and Click- Technik“ ist einfach. Der Fotograf zeigt begeistert mit seinem Zeigefinger auf das Objekt seiner Begierde, zielt mit der Kamera und drückt ab.</p>
<p>Wertfrei betrachtet handelt es sich bei der „Point and Click- Technik“ um ein simples fotografisches Vorgehen.</p>
<p>Auch ich gehe manchmal so vor. Schaut euch mal das Foto von dem Eichhörnchen oben an.</p>
<p>Die meisten werden bei der Betrachtung dieses Fotos sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, ein Eichhörnchen!“</em></p>
<p>Der eine oder andere würde vielleicht ausführlicher empfinden:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, das ist aber ein niedliches Eichhörnchen!“</em></p>
<p>Die wenigsten Betrachter werden wohl philosophisch urteilen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, da sehe ich das personifizierte Gute! Es kann keinem Wesen etwas zu Leide tun!“</em></p>
<p>Oder vielleicht gesellschaftskritisch:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, ich sehe einen Kulturfolger, der sich nicht mehr angemessen in der Natur mit Nahrung versorgen kann und sich leider in einem Tierpark durchfüttern muss!“</em></p>
<p>Die beiden letzten Urteile werden vor allen Dingen deshalb keine Chance haben, weil ich bei dem Machen dieses Fotos auch nur gedacht habe:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, da ist ein Eichhörnchen!“</em></p>
<p>Genau so ein Foto wollte ich für meinen Sohn machen, als wir das erste Mal im Tierpark Hagenbeck waren. Mein Sohn bekam dieses Foto in sein Fotoalbum gesteckt und dort erfüllt es bis heute seinen Zweck. Ich kann es meinem Sohn zeigen und ihm erklären:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Das ist ein Eichhörnchen!“</em></p>
<p>So ein Vorgehen hat eine Daseinberechtigung, wenn das Ergebnis entsprechend beabsichtigt ist. Die Ergebnisse solches fotografischen Vorgehens treffen wir überall: In der dokumentarischen Fotografie, in der Pressefotografie und auch in der modernen Stockfotografie. (Oh, da ist eine freundliche Frau! Oh, da wird Sport gemacht! Oh, da geht jemand ans Telefon!)</p>
<p>Überall dort, wo einfache Botschaften vermittelt werden sollen, kann die „Point and Click- Technik“ den Fotografen glücklich machen.</p>
<p>Problematisch ist dieses Vorgehen nur dann, wenn man eigentlich ein anderes Ergebnis erwartet. Ein Foto, dass mit der „Point and Click- Technik“ erstellt wurde, wird kaum eine Chance haben, gehaltvoll interpretiert zu werden.</p>
<p>Verdeutlichen möchte ich das mal an einem anderen Beispiel:</p>
<p>Ich laufe irgendwo in Indien durch eine Häusergasse und mir läuft eine Kuh über den Weg. Mein Foto von dieser Kuh wird höchstwahrscheinlich abwechselnd gestaltet sein, wenn ich in unterschiedlicher Art und Weise über diese Kuh denke bzw. etwas in ihr sehe.</p>
<p>Ich könnte sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, eine Kuh!“</em></p>
<p>Ich könnte aber auch sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, ein heiliger Gott erscheint mir in Form einer Kuh!“</em></p>
<p>Als reflektierter Fotograf würde ich mein Foto sicherlich versuchen entsprechend meiner Gedanken und meiner Empfindungen zu gestalten.</p>
<p>Oder noch ein – vielleicht lebensnaheres &#8211; Beispiel:</p>
<p>Wenn ich vor habe, einen Sonnenuntergang zu fotografieren, dann wird mein Foto höchstwahrscheinlich nicht viel mehr Aussage haben als:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Oh, das ist aber ein schöner Sonnenuntergang!“</em></p>
<p>Natürlich sind Sonnenuntergangfotos toll und vom Lebenspartner wertgeschätztes Geburtstagsgeschenk.</p>
<p>Wünsche ich aber ein Foto mit einer umfassenderen Botschaft, so komme ich Wohl oder Übel nicht umhin, etwas ausführlicher an einem fotografischen Objekt zu arbeiten. Ich muss versuchen, etwas in diesem Objekt zu erkennen. Und wenn ich dieses Etwas darin erkannt habe &#8211; und nur dann &#8211; habe ich auch die Chance dieses Foto entsprechend zu gestalten.</p>
<p>Erwartet also von einem in der „Point and Click- Technik“ aufgenommenen Foto nicht, dass es in der Fotocommunity eures Vertrauens bedeutungsschwangere Kommentare generiert. Hochtrabende Kommentare zu meinem obigen Eichhörnchenfoto würde ich niemals dem Erfolg meines fotografischen Vorgehens zuschreiben. Vielmehr würde ich Einschleimversuche unterstellen oder eine beginnende Psychose diagnostizieren.</p>
<p>Euer fotografisches Vorgehen, euer Denken und Handeln bestimmen also maßgeblich das fotografische Ergebnis. Wendet die „Point and Click- Technik“ an, wenn ihr entsprechende Bilder wünscht. Erwartet dann aber nicht, dass die Betrachter darin etwas Besonderes erkennen.</p>
<p>Bildbearbeitung kann diese Arbeit an einem fotografischen Objekt kaum ersetzen. Einem Foto, dass mit der „Point and Click- Technik“ erstellt wurde, kann man nachträglich kaum noch dieses gewisse Etwas hinein shoppen. (shoppen = mit Photoshop bearbeitet)</p>
<p>Eichhörnchenfotos gibt es viele und für Euch wird dieses Foto keine weitere Bedeutung haben, außer in dem Zusammenhang mit diesem Artikel.</p>
<p>Schon in 5 Minuten werdet ihr es vergessen haben.</p>
<p>Anders wird es bei meinem Sohn sein. Der wird sicherlich noch in einiger Zeit bei dem Anblick des Fotos sagen:</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Da!!! Papa!!!“</em></p>



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		<title>13 Gründe, warum Makrostock Agenturen nicht aussterben</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Apr 2009 07:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Olaf Bathke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essays]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie]]></category>

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		<description><![CDATA[Robert Kneschke, deutschsprachige Leitfigur in der Stockfotografie und Autor eines Blogs, wie ich ihn mag, hat eine interessante Auflistung veröffentlicht, warum Makroagenturen wohl nicht aussterben werden. Ein wirklich interessanter Artikel, den ich um einen Aspekt ergänzen möchte. (Vielleicht lest ihr kurz den Artikel von Robert, um meinen folgenden Ausführungen besser folgen zu können.) Nicht nur [...]


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<p>Robert Kneschke, deutschsprachige Leitfigur in der Stockfotografie und Autor eines <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/" target="_blank">Blogs</a>, wie ich ihn mag, hat eine interessante Auflistung veröffentlicht, warum Makroagenturen wohl nicht aussterben werden.</p>
<p>Ein wirklich interessanter Artikel, den ich um einen Aspekt ergänzen möchte. (Vielleicht lest ihr kurz den <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2009/04/08/was-macrostock-bildagenturen-von-microstock-unterscheidet/" target="_blank">Artikel von Robert</a>, um meinen folgenden Ausführungen besser folgen zu können.)</p>
<p>Nicht nur in dem Artikel von Robert Kneschke fällt auf, dass sich alle Definitionen und alle Diskussionen zum Thema Stockfotografie einseitig an dem Aspekt „Kunde kauft Foto“ orientieren und der Aspekt „Fotograf verkauft seine Bilder“ sich dem erstgenannten Aspekt unterzuordnen hat.</p>
<p>Tatsächlich leben wir in einer Marktwirtschaft, wo sich Angebot und Nachfrage gegenseitig bedingen sollten.</p>
<p>Ein bisschen gewerkschaftliches Denken könnte uns Fotografen zudem nicht schaden. Vielleicht kennt ihr ja die Verdrehung der Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Arbeitgeber kann auch derjenige sein, der seine Arbeitskraft gibt und Arbeitnehmer der, der die Arbeitskraft nimmt.</p>
<p>Für den Bildkäufer haben die Begrifflichkeiten <em>Makrostock</em>- oder <em>Mikrostockagentur </em>wesentliche Unterscheidungsmerkmale. Sie geben dem Bildkäufer maßgebliche Orientierung, unter welchen Bedingungen sie ihre Einkäufe tätigen können.</p>
<p>Für den Fotografen ist eine Agentur zunächst einmal eine Möglichkeit, mit seinen Fotos Geld zu verdienen. Es wäre klug, sich eine Bildagentur zu suchen, die einen möglichst hohen Profit einspielen könnte. Orientiere sich die öffentliche Diskussion an der Bedürfnislage des Fotografen, so würden Bildagenturen eher nach ihren Profitmöglichkeit kategorisiert. Stockfotoagenturen hießen dann vielleicht <em>Lowprofit Agentur</em> oder <em>Maximumprofit Agentur</em>.</p>
<p>Natürlich hilft eine Verdrehung von Sprache nicht, gesellschaftliche Entwicklungen zu verändern. Sprache kann aber nachhaltig das persönliche Handeln beeinflussen und eine Atmosphäre von Solidarität und Bewusstsein schaffen.</p>
<p>Und diesbezüglich sehe ich einen der spannendsten Punkte, warum es den Fotografen, die von einem Zwischenhandel durch Ditte leben, in den letzten Jahren zusehend schlechter geht.</p>
<p>Bedingt durch eine Monopolisierung der Bildverkäufe haben die Fotografen die Kontrollmacht in Bezug auf die Angebotssteuerung verloren. Dies hat vor allen Dingen damit zu tun, dass sie sich selbst aus den Augen verloren und in der Individualisierung an Selbstbewusstsein verloren haben. Manchmal muss man auch einfach mal <a href="http://www.olafbathke.de/fotograf-kiel-blog/2009/03/23/uber-das-nein-sagen/">Nein sagen</a>. Mit einer vielschichtigeren Diskussion will ich Euch aber jetzt nicht langweilen.</p>
<p>Stattdessen möchte ich die Auflistung von Robert grundlegend verdrehen und ergänzen! (Spätestens jetzt solltet ihr den <a href="http://www.alltageinesfotoproduzenten.de/2009/04/08/was-macrostock-bildagenturen-von-microstock-unterscheidet/" target="_blank">Artikel von Robert</a> gelesen haben!)</p>
<p>Fotografen haben einen guten Grund, auf einen Vertrieb durch Makrostock Agenturen zu setzen und mit einer Belieferung dieser Agenturen dafür zu sorgen, dass diese Agenturen auch in Zukunft noch Fotos verkaufen werden:</p>
<ol>
<li>Fotografen sind in Makroagenturen nämlich meistens Nutznießer von Service und Beratung.</li>
<li> Ich habe Themen und Bildmaterialien, die sich gut über Makroagenturen verkaufen lassen. Meine Erlöse in Makroagenturen sind höher, als in anderen Agenturen.</li>
<li> Ich möchte mir als Fotograf einen Namen machen und nicht in der Anonymität der Stockmärkte untergehen. Meinen Namen lasse ich mir auch gerne bezahlen. Mein Name soll bei den Veröffentlichungen mit auftauchen.</li>
<li> Ich habe eine Bildsprache, die kreativ und individuell ist und sich nicht an den Verkaufshitparaden der Mikroagenturen orientiert. Kreativität und Individualität lassen sich schwer Verschlagworten, sie gehen mit Größe eines Fotostocks unter.</li>
<li> Ich setze auf das Know How und die erforderlichen Verbindungen einer Makroagentur. Makroagenturen nutzen auch die Möglichkeit,  Bildankäufer Fotos gezielt anzubieten.</li>
<li> Ich schätze den Einfluss, den fotografische Interessenvertretungen auf kleiner Vermarktungsmaschinen haben. Meine Agentur wirbt zum Beispiel damit, dass sie von freelens empfohlen wird.</li>
<li> Ich bevorzuge eine angenehme Gesprächskultur und möchte nicht nur ein Rädchen in einem unübersichtlichen Getriebe sein.</li>
<li> Meine Bildagentur verkauft meine Arbeiten optimal: Eine kompetente Makroagentur sorgt schon dafür, dass ein bestimmter Bildbestand den besten Preis erzielt.</li>
<li> Ich denke nachhaltig und zukunftsorientiert und möchte mich nicht im globalen Wettbewerb zermahlen lassen. Der Optimierungswahn in der Bildproduktion hat Grenzen.</li>
<li> Ich möchte auf Dauer nicht in den Bilderfluten untergehen, die wie unkontrollierbare Krebsgeschwüre anwachsen.</li>
<li> Ich denke in und produziere Bildstrecken. Mikrostock ist durch seine einseitige, plakative, triviale Bildsprache eher für den Verkauf von einzelnen Fotos geeignet.</li>
<li> Es wünsche ein persönliches Band zwischen mir und dem Endkunden. So kommt es vor, dass Zeitschriften über Makroagenturen durchaus auch Aufträge vergeben.</li>
<li> Und eine entscheidende Frage ist: Was sind mir meine Arbeiten wert!</li>
</ol>
<p>Diese Auflistung beinhaltet natürlich keine verlässliche Aussage darüber, ob Makroagenturen aussterben werden, oder nicht. ;-)</p>



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