Deutsche Blogs über Fotografie auf photoappar.at

Ralf- Jürgen Stilz steht mit seinem hervorragenden Blog ebenso für eine offene Vernetzung von deutschsprachigen Fotografen, wie ich dafür einstehe. Da hier täglich immer mehr fotografisch Interessierte eintrudeln, wollt ich die Chance nutzen, auf Ralf- Jürgens Auflistung über Deutsche Blogs über Fotografie.
Viele werden diesen Link schon kennen. Wer ihn nicht kennt, sollte Ralf Jürgen mal besuchen.
Bitte macht mit, sofern ihr über einen eigenen Blog verfügt, der sich mit fotografischen Themen beschäftigt. So eine Liste ist eine sinnvolle Sachen, wenn man sich offen vernetzen möchte.
Ralf- Jürgen sicherte zu, dass eine kurze Email mit einem Link genügen würde.

Making of: Myrland

Auch im neuen Blog setze ich meine Making of Serie fort. Stammleser wissen: In dieser Kategorie schreibe ich über die Entstehung einzelner Fotos. Bei “myrland” handelt es sich sicherlich nicht um eines meiner besten Fotos. Dafür ist es ein ausgesprochen bedeutendes Foto:

Das Leben dreht sich um persönliche Weiterentwicklung. Um diese Weiterentwicklung festzustellen, bedarf es eines Blickes in die Vergangenheit. Zeit für so einen Rückblick finde ich meist nur zu Beginn eines neuen Jahres.

Eigene persönliche Stimmungen definieren ein Foto. Dieses Foto entstand an einer kleinen verträumten Bucht auf den norwegischen Lofoten. Gegen Abend saß ich auf einem kleinen Stein, als in mir tiefe Trauer aufkam. Meine Großmutter war ein paar Wochen vor der Reise verstorben. Die Trauer über Ihren Tod hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht so richtig zulassen können.

Beim Anblick der Wolken, die die Landzunge gegenüber langsam bedeckten, kam in mir die Vision auf, dass ich auf eine Insel für die verstorbenen Seelen dieser Welt schaute. Und alle verstorbenen Seelen dieser Welt drängte es an diesen Ort. Ein Ort, an dem auch meine Großmutter Ruhe und ihren Frieden finden könnte.

Ein tröstliches Gefühl!

Meine tiefe Trauer fand in dieser Vision einen Impuls, sich hervorzuwagen. Und ich heulte für mehrere Stunden Rotz und Wasser.

Dieses Foto hat mir damals deutlich gemacht, dass eine persönliche Vision ein starker Antrieb für das Machen von Landschaftsfotos sein kann und das Visionen sehr stark an Gefühle gekoppelt sind.

Myrland wurde mit Hilfe des minimalen Nachlasses meiner Großmutter gemacht. Der Nachlass reichte damals gerade für mein bis heute geliebtes Canon EF 17-40 mm f4.0. Geliebt, weil ich mir bei dem Blick durch das Objektiv immer wieder vorstelle, dass vielleicht auch meine Großmutter die Welt so hätte sehen können.

Für die Definition des Himmel hatte ich einen harten 2stop Grauverlaufsfilter eingesetzt.

Habt ihr auch so ein persönliches Fotos, das für Euch von großer Bedeutung ist? Mögt ihr die Bedeutung mit anderen teilen?

Deutsche Fotografen bedroht von der Kältewelle

kaelte-fotograf-kiel-blog

Ganz Deutschland redet von der Kälte. Ich rede an dieser Stelle mal über die Herausforderungen für einen Landschaftsfotografen bei minus 15 Grad.
Nein, damit ist nicht die heldenhaften Fantasie von Zoomyboy gemeint.

Gemeint ist die Gefahr, die gerade Objektiven droht, wenn sie mit starker Unterkühlung in die warme Wohnung gerettet werden.

Die rasante Temperaturschwankung in Verbindung mit der Luftfeuchtigkeit der meisten Wohnungen führt nämlich zur Kondenswasserbildung an kalten Flächen. Dieses Kondenswasser kann sich durchaus innerhalb des Objektivgehäuses bilden und dort sein Unwesen treiben. Das Wasser kann Metal angreifen und Schimmelbildung fördern.

Nicht unmittelbar und sofort, sondern eher schleichend und im Wiederholungsfall.
Wie kann man der Fotograf schützen?

  • Ihr sorgt dafür, dass sich die Kamera mit den Objektiven langsam akklimatisiert. Vielleicht habt ihr eine Garage oder einen unbeheizten Flur, in dem ihr die Kamera zwischenlagert, bevor ihr sie in die Wohnung holt. Schrittweise aufwärmen hilft.
  • Ihr verpackt die Kamera mit den Objektiven draußen vor der Tür in einen stabilen, luftdichten Müllbeutel, lasst die Luft weitestgehend raus und verschließt den Beutel mit einem festen Knoten. Wenn die Kamera auf Zimmertemperatur ist, dann könnt ihr den Beutel wieder öffnen.

Achtung unbedingt den Kommentar von Guido lesen!

Blogrelevantes fällt mir oft beim Fotografieren vor meiner Haustür in Kiel ein. (Das Foto ist allerdings aus dem letzten Jahr! Aber es passt so gut.)

Sind solche Tipps Heiß oder Kalt? Eure Rückmeldung steuert die Inhalte dieses Blogs!

Es wird immer doller: Sony Ericsson C510, Kamera mit Lächelerkennung

Wenn heute nicht gerade der 8.1. wäre, so käme ich auf die Idee, es sei der 1. April. Das neue Kamerahandy C510 von Sony Ericsson ist mit einer Gesichtserkennung ausgestattet, die eine Auslösung erst ermöglicht bzw. triggert, wenn die zu portraitierende Person lächelt.
Denke ich auch nur ein bisschen über diese Schlagzeile nach, so sträuben sich bei mir alle Kopfhaare (Was angesichts meiner Frisur schon einige zu bedeuten hat).
Als ob ein Lächeln das wichtigste oder gar das einzigste Kriterium für das erfolgreiche Auslösen einer Kamera wäre.
Man muss berücksichtigen, dass so eine große Firma wie Sony Ericsson solche Features nur dann entwickelt und auf den Markt bringt, wenn ein Marktforschungsunternehmen für so etwas eine große Nachfrage bescheinigt. Es muss also eine breite Käuferschicht geben, die so etwas gut gebrauchen könnte.
 
Meine Prognosen für das Jahr 2009 möchte ich hiermit ergänzen:
 Im Jahr 2009 wird die erste Kamera herauskommen, die auf Knopfdruck bei der zu portraitierenden Person ein Lächeln erzeugt. Dies wird deshalb geschehen, weil zahlreiche Konsumenten ihr Sony Ericsson C510 wieder zurückgeben werden, weil es nicht richtig funktioniert und eine Auslösung verweigert.

Selbstbeobachtung: Der Start in das Jahr 2009

Es ist Zeit, eine neue Kategorie in diesem Blog zu eröffnen. Von den Selbstbeobachtungen wünsche ich mir Einblicke in mein Handeln, Ideen für die Zukunft und vielleicht auch Anregungen durch Euch.

Mein Alltag als Fotograf ist straff organisiert, es gibt kaum Zeitfenster zwischen Familie und Arbeit. Die letzten Wochen waren sehr von der Arbeit an diesem neuen Blog geprägt. Weihnachtspflichten schluckten restliche Zeitfenster. Der Winter ist eigentlich die Zeit, in der ich das kommende Jahr plane. Wie ich das genau mache, das werde ich bei Zeiten in einem gesonderten Artikel beschreiben.

Bisher habe ich noch wenig Impulse in Bezug auf die Projekte des nächsten Jahres. Klar ist, dass wir im Sommer eine größere Reise nach Skandinavien planen werden.

Dann wollte ich mich landschaftlich endlich mal an Dänemark heranwagen. Obwohl die dänische Küste ca. 2h Fahrzeit von meiner Haustür in Kiel entfernt liegt, bin ich dort noch nicht fotografieren gewesen.

Aufmerksame Leser wissen, dass wir im letzten Jahr unser Reisen und Fortbewegen neu gestalten mussten. Ole passt mit seinen 1,25 Jahren noch nicht auf das Motorrad. Die Feuertaufe mit dem VW Bus haben wir 2008 gut gemeistert. Schweden und Frankreich waren klasse. Auch Windelnwechseln und das freie Übernachten ist in unserem VW Bus kein Problem gewesen.

Meine Befürchtungen, dass mit Kind alles anderes wird, haben sich erfüllt, aber angenehm. Unser Ole zwingt mich zum effektiven Arbeiten, bringt mich auf neue Ideen und lässt mich differenzieller Fotografieren.

Mal sehen, wie viel Zeit für das Freelancen neben der Servicefotografie bleibt. Die Bildverkäufe laufen nicht so gut, wie noch vor einem Jahr #Finanzkrise. So etwas macht es nicht unbedingt einfacher, Landschaftsfotos zu planen.

Was die Servicefotografie angeht, so werde ich versuchen, meine qualitativ hochwertige Arbeit noch weiter zu verbessern. Ich denke, da gibt es noch Optimierungspotential. Ihr werdet sicherlich auch darüber in der nächsten Zeit mehr erfahren.

Gibt es etwas, was Euch in Bezug auf weitere Selbstbeobachtungen speziell interessieren würde?