Fotograf Kiel
7 Gründe zum Ausstieg aus einer Foto- Community


Oder: Warum eine Foto- Community der persönlichen fotografischen Weiterentwicklung nicht dienlich ist.


In den letzten Wochen habe ich nach langer Abstinenz mal wieder einen Streifzug durch Foto- Gemeinschaften gemacht. Mit Foto- Gemeinschaften - oder neudeutsch Communities - meine ich Online Plattformen in denen Fotografen ihre Fotos hochladen und darüber mit anderen diskutieren können. Derer gibt es viele, teilweise mit unterschiedlichen Schwerpunkten oder Strukturen.
Allen ist gemein, dass sich in Ihnen eine so genannte "Community" herausbildet. Bei meinen aktuellen Besuchen konnte ich die alten und verkrusteten Strukturen dieser Communities wiedererkennen, die auch schon vor einigen Jahren wirkten.

Und nun breche ich mal ein Tabu!

Allen werbewirksamen Versprechen zum Trotze:

Diese Strukturen und Gemeinschaften sind einer persönlichen fotografischen Weiterentwicklung nicht dienlich!

Jeder, der sich in solchen Communities aufhält, weiß, was mit dem Begriff der Community gemeint ist. Allerdings macht sich nicht jeder hinreichend über die Wirkungsweise solcher Gemeinschaften Gedanken.

Wer in der persönlichen fotografischen Entwicklung weiterkommen will, der sollte hier zunächst weiterlesen:

Ein bisschen Soziologie

Foto- Gemeinschaften erfüllen einen Großteil aller Voraussetzung von "Totalen Institutionen", wie sie der Soziologe Erving Goffman betitelte, oder weiter gefasst von geschlossenen, sozialen Systemen. Ohne jetzt in allen Einzelheiten auf die Begriffsklärung eingehen zu wollen, sei nur kurz erklärt: Geschlossene Systeme sind bestrebt möglichst wenig Beziehungen zu ihrer Umwelt zu haben und führen eine Kommunikation nur intern durch. Oder noch einfacher ausgedrückt: Die User suhlen sich nur im eigenen Mist.

Was ist gesund

Nicht nur die Soziologie, auch die Psychologie und sogar die Naturwissenschaften gehen davon aus, dass ein System dann lebendig und gesund ist, wenn es hinreichend Kontakte und Beziehungen in die Außenwelt hat. Fehlen diese Kontakte bzw. Beziehungen, so erkrankt und verkümmert das System. Genau diese gesunden Kontakte und Beziehungen sind in Foto- Communities schmerzlich zu vermissen.
Die eingeschränkte Kommunikation innerhalb der Gemeinschaft bringt etliche Probleme mit sich, die sich jeder ernsthaft fotografierende Mensch zum Wohle seiner eigenen persönlichen fotografischen Weiterentwicklung bewusst machen sollte.

7 Gründe, warum man aus so einer Foto- Community aussteigen sollte:


  1. Es wird zu viel Zeit mit dem Chatten und dem Tippen von Texten verschwendet: Ich möchte hier mal die These aufstellen, dass ein Großteil aller User bzw. Nutzer dieser Online- Angebote mind. 10 mal so viel Zeit mit der Produktion von überflüssigen Inhalten verbringen, als mit dem Prozess des Fotografierens an sich. Wertvolle Zeit, die einem bei der Weiterentwicklung seiner Fotografie fehlt.
  2. Anmerkungen, Kommentare und Diskussionen sind nicht ehrlich: Wer lobt der hat in solchen Gemeinschaften "Freunde" oder Neudeutsch "Buddys". Wer ehrlich ist, wird von der Gemeinschaft angegriffen und von den befreundeten Buddys verteidigt. Interessanterweise hat sich in diesen Gemeinschaften auch schon das Gegenmodel des notorischen Kritikers herausgebildet. Auch hier spreche ich dem Kritiker die Ehrlichkeit ab. Nur wer auffällt, der hat bei der Jagd nach den meisten Klicks u.U. die Nase vorn und ist in sochen Foto- Communities überhaupt existent.
  3. Der Weg nach Außen wird erschwert: Die Ablösung aus so einem geschlossenen System fällt schwer. Heute erfolgreiche Fotografen, berichteten mir immer wieder von ihren Ausbruchsversuchen aus solchen Foto- Communities. Es sind definitiv Suchtstrukturen, die einem ein "Leben ohne" nur schwer ermöglichen.
  4. Die persönliche fotografische Weiterentwicklung wird beeinflusst durch die Moden des Systems: User in einem geschlossenen System bleiben in dem kreativen Sumpf der Gemeinschaft hängen und entwickeln sich persönlich nicht weiter. Vergleicht man mal das englischsprachige, photo.net mit der deutsche fotocommunity.de oder gar mit dem polnisch wurzelnden altphotos.com so kann man relativ leicht Moden und bevorzugte Richtungen erkennen. Statt der eigenen Stimme zu lauschen, preschen Herrscharen den Moden hinterher.
  5. Ideen und Bilderklau: Die Abgrenzung von Inspiration und Kopie ist in solchen geschlossenen Systemen bedenklich schmal. Präsentiert man mal etwas Eigenes was gefällt, so wird es sofort kopiert oder geklaut. Persönliche Werte zerrinnen unter dem Diktat der Plagiatoren. Auch unter diesem Gesichtspunkt möchte ich mal die Theorie aufstellen, dass zuviel Zeit mit dem kopieren verbracht wird, als mit der Produktion von eigenen Inhalten. Es entstehen sogar eigene Termini wie: Tröpfchenbilder, Steinbilder, etc... Ein Foto wird von dem nächsten kopiert.
  6. Die Technikverbohrtheit der Gemeinschaften: Ein Großteil aller Kommunikation dreht sich um die Technik und nicht um Weiterentwicklung, Stil, Ausdruck oder Ähnliches. Es wird suggeriert, dass man nur durch die Betätigung der richtigen Regler in einem Bildbearbeitungsprogramm ein tolles Foto machen kann. Diese persönliche Nachricht an mich, soll das mal untermauern: "Bin auf deinen Beitrag ‚Irland Tagebuch 2006 startet‘ gestoßen. Die paar Bilder im Beitrag.....die hast du doch noch ein wenig nach bearbeitet, oder??....die Wolkenzüge und die Farben sind einfach zu gut..... Was genau hast du noch nachgebessert??" Es ist nicht der Farbregler in Photoshop, der eine Aussage in einem Foto manifestiert, es ist nicht das längste Objektiv, was gute Fotos macht, es ist die Vision des Fotografierenden, die Wunder vollbringt und Einmaliges schafft!
  7. Die Jagd nach dem besten Foto einer Gemeinschaft kostet Zeit und ist einer persönlichen Weiterentwicklung nicht dienlich: Die Jagd und Auszeichnung ist nie ehrlich und steht im Einfluss von sicherlich auch gewollten Manipulationsmöglichkeiten der Abstimmung. Im Verhältnis zu echten Wettbewerben haben diese Wettbewerbe keine Reputation. Letztendlich ist das alles wieder nur Zeit, die man lieber draußen an der frischen Luft verbringen sollte, um Bilder zu machen.


Ich kann all diejenigen, die sich mit einer Befreiung aus solchen geschlossenen Systemen beschäftigen, nur bekräftigen.

Ein Ausstieg lohnt sich!

Es gibt viel zu tun und zu lernen in einem offenen System. Nicht nur im WWW gibt es viele Möglichkeiten einer offenen Vernetzung von Kunst und Inhalten, nehmt daran teil und laßt euch nicht in irgendeine Fom pressen.

Hier nur einige kurze Anregungen:

  • Holt euch gezielt Anregungen und Inspiration in Fotobüchern, von Künstlern, die euch beeindrucken.
  • Stellt eure Fotos in Stockfotoagenturen aus und freut euch über die Verkaufszahlen eurer Bestseller. Es gibt keine bessere Auszeichnung als den Verkauf oder eine Veröffentlichung.
  • Pflegt offene Kontakte zu anderen Fotografen. Dazu eignet sich hervorragend die eigene Homepage. Die Amerikaner machen es uns vor: Es wird gebloggt was das Zeug hält und darüber offen vernetzt. So eine Vernetzung ist viel sinnvoller und ehrlicher, als die Einschmeichelung durch Anmerkungen. Ich persönlich würde solche Vernetzungsangebote sehr begrüßen.
  • Inhalte würde ich primär in reinen Textforen diskutieren. Dort scheint mir der Coummunitydruck noch nicht so groß zu sein.


Entwickelt euch persönlich weiter indem ihr den Foto Communities dieser Welt den Rücken zukehrt!

Oder diskutiert diesen Artikel in einem geschlossenen System eures Vertrauens. :-)

Und wer jetzt noch ein bisschen geduldig ist, kann hier demnächst folgenden Artikel lesen:

5 Gründe, warum man an einer Foto- Community teilhaben sollte

Kommentare
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Staack  - Interessant   |91.62.214.xxx |2007-11-10 12:14:41
Hallo Olaf,

vielen Dank für den Artikel. Unterhaltsam und präzise.

R.Staack
florian r     |80.108.25.xxx |2007-11-10 12:40:39
hallo Olaf,
das ist schon richtig was du hier schreibst. es gibt aber auch
strategien, dem entgegenzuwirken:
1. nicht immer nur in einer community
unterwegs sein
2. gezielt nach anderen einflüssen suchen, wie du es auch mit den
büchern vorschlägst; es gibt aber auch im web tolle ressourcen um über den
tellerrand zu blicken. ich liebe jörg colbergs blog, auch der sonic blog ist
immer wieder inspirierend.
3. bilder bewusst auswählen: wieso zeige ich dieses
bild, und nicht das andere das es uU in die galerie schaffen könnte? manchmal
bewusst gegen den herrschenden stil arbeiten.
4. über die von dir beschriebenen
funktionsweisen solcher communities (die eh offensichtlich sind - ich bin aber
auch soziologe) bescheid wissen.
5. gezielt mit denjenigen in kontakt treten
deren stil gefällt.

wenn man online gemeinschaften mit offenen augen betritt
kann man unglaublich viel lernen. ich denke nicht dass ich ohne die communities
dort stehen würde wo ich steh. seis jetzt im guten oder im schlechten sinn.


guter post, lg aus wien
florian
Victoria   |80.136.87.xxx |2007-11-10 13:11:54
Wieso werden hier Meinungen gelöscht die ihnen nicht passen?
Christian Meier  - Widerspruch     |89.217.28.xxx |2007-11-10 18:25:17
Deine sieben Thesen kann ich eigentlich allesamt unterschreiben, auch wenn ich
nicht Soziologe bin. ;-)

Verwundern tue ich mich aber über deine Anregungen. Du
regst das an, was du oben verteufelst.

- Auch ein Textforum kann als
Ego-Spielwiese einiger Platzhirsche dienen. Alles schon erlebt.

- Auch in
Stockfotoagenturen sind nur trendige Bilder gefragt, wie sie auch in
fotocommunitys hochgejubelt werden.

- Mir ist nicht ganz klar, wie du das
meinst mit "offenen Kontakt mit anderen Fotografen via eigene Homepage
führen". Einen offenen Kontakt lässt sich doch einfacher in einem Forum
führen. Ein Blogg kommt mir doch immer noch mehr wie Bauchpinselei vor.
Zudem
beherscht es nicht jeder Fotokünstler, jede Fotokünstlerin sich selber einen
genialen Webauftritt zu stricken. Die einen gehen lieber raus und fotografieren,
als sich mit cms, php und html herum zu schlagen.

- Was mach ich jetzt bloss,
wenn die Künstler, die mich beeindrucken, keine Fotobücher geschrieben haben
sondern ihre Bilder in Fotocommunitys austellen? ;-)


Gruess us de
Schwiiz
christian
Olaf Bathke  - Vielen Dank   |91.62.214.xxx |2007-11-10 18:44:33
Hallo FlorianR,

vielen Dank für den Linktipp. Kannte ich noch nicht. Ich
stolpere im Sonic Blog gleich was von Robert Lebeck, dessen Biographie ich hier
gerade lese. Aufgrund meiner Grippe kann ich hier gerade nicht produktivere
Dinge machen.
Deine Hinweise sind natürlich richtig. Und im Endeffekt geben
sie ja das wieder, was ich hier beschrieben habe. Und kann man nicht verleugnen:
lebt Vernetzung von Vernetzung. Nur eben finde ich die Systeme im Goffmanschen
Sinne steif und stockig.

LG aus Kiel Olaf
Olaf Bathke  - Hallo Christian Meier   |91.62.214.xxx |2007-11-10 18:58:42
Gotcha: Textforen sind manchmal auch richtig egoman gestrickt. :-)
In wie weit
eine offene Vernetzung funktioniert hängt letztendlich von Deiner Kreativität
ab.
Ich finde die Funktion des Bloggens eigentlich ganz gut, um sich mit
anderen Fotografen zu vernetzen.
In Kommentaren diskutieren ist sicher auch
offener als in Foren. Aber ich will Foren nicht so ganz verteufeln, schließlich
lese ich nach wie vor noch in einigen Foren regelmäßig mit. Meine aktive
Teilhabe habe ich in der letzten Zeit allerdings immer mehr abgebaut, keine Zeit
und manchmal bin ich auch einfach müde.

LG aus Kiel
Markus  - Nein, ganz so ist es nicht   |80.120.248.xxx |2007-11-12 15:26:41
Eine anregende Thematik (wie die Diskussionen in den "geschlossenen
Systemen" bezeugen), deine Ausführungen kann ich jedoch nicht
unterstützen.

Ad 1. Zeitverschwendung.
Da die Nachrichten in einer
Gemeinschaft von allen (leseberechtigten) Teilnehmern wahrgenommen werden können
und damit allen zugute kommen, sehe ich es nicht als Zeitverschwendung an, diese
schriftlich (und eben nicht mündlich) zu formulieren.

Ad 2.
Unehrlichkeit.
Das mag auf unprofessionelle Gemeinschaftsmitglie der zutreffen.
Aber ein Grund, aus einer Gemeinschaft auszutreten, ist das noch lange
nicht.

Ad 3. Ausstiegserschwerung .
Mir ist bisher noch kein Fall von
Suchtverhalten bekannt. Im Übrigen: Spricht das jetzt für oder gegen die
Gemeinschaft?

Ad 4. Kreativitätsschranke .
Bedingt durch dominierende
Teilnehmer und Moderatoren wird dies wohl zutreffend sein. Doch habe ich es noch
nicht erlebt, dass neue Perspektiven und Techniken ("Moden" gleich
vernichtet worden wären. Ist eine Tendenz zur Gleichförmigkeit mit (wenigen)
"Ausreißern" nicht Phänomen jeder Gesellschaft? Nur unreife Mitglieder
werden diese Konformität unhinterfragt hinnehmen.

Ad 5. Klauen und
Kopieren.
Das ist wohl eine auf Grund schlechter Erfahrungen unterstellte
These. Ich gebe zu: Auch ich habe mich manchmal schon dabei erwischt, dass ich
versucht habe, Motive und Techniken, die mir sehr zugesagt haben, anzuwenden.
Dies lässt sich nicht verhindern, ob man nun in einer Gemeinschaft ist oder die
Bilder sonstwoher bezieht.

Ad 6. Technikverbortheit.

Ja, der Hang zur
Technik ist mir auch manchmal unangenehm gewesen. Aber dieses Argument wird wohl
wieder eher von negativen Erfahrungen unterstützt. Aber prinzipiell stimme ich
zu.

Ad 7. "Wettbewerbssuch t".
Nicht jeder ist auf der "Jagd
nach dem besten Foto". Dafür sind die Gemeinschaften auch nicht hier,
immerhin gibt es dafür regelmäßig Bewerbe und Bewertungsmöglichkei ten. Dafür,
dass jemand nur Auszeichnungen hinterherjagt, dafür kann die Gemeinschaft als
Kollektiv nichts.

Und die soziologische Einführung von wegen
"geschlossenen&# 34; und "Totalen Systemen", nun mal ehrlich! Meine
Oma würde auch gerne ein paar Bildchen betrachten, aber das Internet stellt für
sie nun mal ein "geschlossenes&# 34; System dar. Weg mit dem Internet!
kipfal     |83.65.146.xxx |2007-11-15 16:26:53
schon mal was von photocase gehört?
auch in gewisser weiße eine fotocommunity,
wiederspricht aber jedem einzelnen der von dir hier aufgezählten punkte.

die
verkaufszahlen in stock-gallerien sind eher armutszeugnis als bestätigung der
eigenen fotografie. denn gesucht und gekauft wird nicht was anders, kreativ oder
fotografisch interessant ist, sondern was einfach platt und unmissverständlich
botschaft XY rüberbringt.
Olaf Bathke  - Hallo kipfal   |91.62.226.xxx |2007-11-15 18:06:42
photocase sieht interessant aus, allerdings kann und will ich an dieser Stelle
kein endgültiges Urteil über photocase treffen.Stockfotogra fie ist EINE
Möglichkeit, Anerkennung zu finden. Ich freue mich jedenfalls immer, wenn ich
meine Abrechnungen bekomme... :-) (Natürlich könnte es immer besser
sein)Kreativität und geschäftlicher Erfolg müssen sich nicht ausschließen.
Michael Grecco hat mal zu dem Thema "Welche persönlichen Fähigkeiten helfen
Ihnen in Bezug auf Ihren persönlichen Erfolg"? Sinngemäß antwortete er:
"Alle Fähigkeiten, die mir auch helfen, so durchs Leben zu kommen. Ich kenne
einen kreativen Fotografen, der sehr gute Fotos macht, auch schon Stars
fotografiert hat, aber überhaupt nicht in der Lage ist, mit seinen Kunden zu
kommunizieren. Seine Kreativität hindert ihn an der Kommunikation! Es ist
bedauerlich zu beobachten, wie so ein Genie den Bach runtergeht"

D eine
Seite gefällt mir übrigens recht gut...

LG Olaf
Peter Dargatz  - Diskusion     |88.75.84.xxx |2007-11-20 12:13:56
Eine nette Diskusion haben deine sieben Gründe in
unserem Forum ausgelöst....ja, es ist in
einem geschlossenem System.
schau hier
Olaf Bathke  - Hallo Peter   |91.62.249.xxx |2007-11-21 19:14:30
Vielen Dank für Deinen Hinweis. Es freut mich, dass ihr viel diskutiert, viel
Spass dann noch beim weiteren Diskutieren in Eurem Forum...;-)
countryboy  - Einschlaegige Erfahrung     |84.174.197.xxx |2007-11-23 16:06:02
Mein Bedarf an Foren ist gruendlich gedeckt, da durch eine geeignete Moderation
Mehrfach-Nicks nicht verhindert werden und so viele "Meinungen" von ganz
wenigen Leuten gemacht werden:
Aus 4 Personen werden so 10 und mehr
(vermeindliche) Teilnehmer.
Niemand weiß definitiv und genau wer hinter diesen
Pseudonymen steckt, da Profile nur selten ausgefuellt und nie ueberprueft
werden!
Die "ueber-den-Mund- Fahrerei" von einigen notorischen
Besserwissern geht mir gegen den Strich- und das geht wohl nicht nur mir so,
wenn ich mir die Stagnation in vielen Fotoforen ansehe:
Das Internet wird
kontaminiert von Wadenbeißern und Heckenschuetzen, die nur Frust abblasen wollen
und sich tarnen- im anonymen Web.
Statt Autobahn (Sprit ist zu teuer geworden)
geht man in die Foren um aufzumischen.
Das eigentliche Hobby geht vor lauter
Vereins-Gedoens und Zank unter!
So, das musste mal raus...

Olaf Bathke  - Länge des Postings   |91.62.231.xxx |2007-11-23 19:19:36
Hallo allerseits,

ich habe mal die Länge des Postings vergrößert. Nun können
alle Beiträge in voller Länge gelesen werden.
Foren haben natürlich auch ihre
eigenen Psychostrukturen.
graf  - selten sowas gelesen. 7 gründe   |193.178.184.xxx |2007-11-27 09:44:39
lieber olaf!

es mag trivial klingen, es mag auch schleimerisch klingen aber:
ich habe selten über fotocommunities etwas gescheiteres oder besseres gelesen.
deinen artiel würde ich jederzeit und ohne zu zögern unterschreiben. mit abstand
das beste und ehrlichste was ich seit langem gelesen habe.
wenn du noch
bestätigung brauchst blicke einmal in foren wie fotografie.at

es ist unfassbar
welch ein totalitäres system dort vorherrscht.

danke nochmals für den mut das
zu schreiben!

grüße
s. graf
Andi  - Kindergarten !   |212.185.41.xxx |2007-11-27 15:46:20
Im Großen und Ganzen gebe ich dir Recht!

Ich bin jetzt seit knapp zwei Jahren
digital am Fotografieren ( Hobby ) damals habe ich
mich aus Spaß in der FC
angemeldet. Merkwürdig fand ich die erste E-Mail von den Administratoren
bzw .
Betreiber der FC. Da heißt es " Wenn man Anmerkungen für seine Fotos
bekommen möchte, sollte man bei
anderen Usern erst einmal selber Anmerkungen
schreiben. " jeder der sich mal in der FC angemeldet hat wird es
wohl
kennen. Soll wohl nichts anderes heißen das man sich erst einmal einschleimen
soll. Was hat das den mit ehrlicher Kritik zu tun, zumal Kritik oder Anmerkungen
von kompetenten Fotografen kommen sollten.

Interessant finde ich auch diese
Buddy-Clubs, die besonders im Voting ihr Unwesen treiben. Und die so
genannten
Anti-Main stream Clubs, die meistens verwirrte Aufnahmen machen
ordentlich an EBV Knöpfen drehen, ein wenig Rauschen bzw. Körnung einarbeiten
und das ganze als Kunst verkaufen und natürlich jede Menge
Ahnung haben weil
sie schon etliche male in der Galerie waren, wie auch immer sie da hingekommen
sind? Das sind wohl auch die Leute die ohne FC nicht mehr Existieren können,
aber darüber werden sie wohl nie nachdenken!

Dies sind nur Beobachtungen die
ich in der FC gemacht habe, ich nehme die ganze FC seit dem nicht mehr
so ernst
da es in der Tat einem Kindergarten ähnlich kommt. Aber ich habe auch nette
Leute kennen gelernt
mit denen ich mich auch außerhalb der FC treffe und
Fototouren oder Treffen organisiere.
Hottommi  - Kunst oder Handwerk?     |62.159.242.xxx |2007-12-10 14:41:50
Auch ich bin schon seit längerem im Bereich der Fotografie unterwegs, aber erst
seit ca. einem Jahr in den Online Communities aktiv(oder meist passiv) und
vergeude dort viel Zeit.
Allerdings gibt es auch noch einen anderen Ansatz als
Kunst und Weiterentwicklung! In meinem Forum www.foto-talk.de dass ich im Juli
gegründet hatte, treffen sich überwiegend Fotografen, die Stockfotos
produzieren. Viele bezeichnen das als Handwerk der Fotografie und verfolgen
meist auch gar keinen künstlerischen Ansatz. Bei diesen Fotografen gibt es meist
nur ein Kriterium zur Erfolgsmessung und das ist die Verkaufszahl in der
Stockagentur.

Wen es interessiert, was Fotografen in einem unabhängigen
deutschen Textforum zum Verkauf von Bildern zu sagen haben, den lade ich ein bei
uns vorbei zu schauen.

Gruß
Th omas
______________ ________
Seitenbetr
eiber des Forums für Stockfotografen www.foto-talk.de
Geldverdienen mit
eigenen digitalen Fotos: www.relota.com
Olaf Bathke  - Vielen Dank für die Werbung..   |91.62.203.xxx |2007-12-10 19:19:11
Hallo Thomas,

vielen Dank für die Werbung. Ich schau mich mal bei euch um.
Findest Du es nicht ein bisschen übetrieben, dass die Angabe der eigenen
Anschrift ein bisschen übetrieben ist, für eine Anmeldung in Deinem Forum?

LG
Oaf
Jörg  - Yes!     |89.247.46.xxx |2007-12-16 00:28:50
Schöner Artikel, gut beobachtet. Bleibt vielleicht zu sagen, dass eventuell der
Sinn von Communities für die meisten Nutzer in diesem "Beweihräuchern& #34;
liegt. Und eben nicht im Weiterentwickeln der Fähigkeiten...^^
Adrian Ahlhaus  - Geschwätzigkeit     |77.8.119.xxx |2007-12-17 17:10:09
mit Unbekannten steht doch überall groß im Kurs. Das scheint mir kein besonderes
Kenzeichen für eine Foto-Community. Dort sind Fotos und Fototechnik der Anlass,
um aus einer Sprachlosigkeit auszubrechen und zu hoffen, jenes Foto machen zu
können, dass mit den anderen Mithalten kann: man gehört dazu. So sind dann auch
die Geräte nur der Ausweis dafür neben anderen stehen zu wollen und zu können.
Andreas K.  - Wo ist dann der Sinn von Commu   |84.132.61.xxx |2007-12-17 19:01:42
Ich denke, dass es einfach an der mangelnden Professionalität der User
liegt.
Ich habe mich schon auf einigen Fotocommunities registriert und ehrlich
gesagt sehe ich oftmals nur "Schnappschüsse& #34; von Anfängern etcpp.

Es
fehlt einfach an Qualitätskontrolle. Qualitätskontrolle sehe ich bislang nur bei
Photocase -.-

Andere Fotocommunities habe anscheinend keine Absicht
Professionellen Content abzuliefern :/

Der Artikel zielt ja darauf ab sich bei
den Communities abzumelden.
(Lösung: Eigene Seite etcpp... Kann nicht
jeder,...Wurde oben schon genannt)
Ich denke das ist der falsche Schritt -


Wieso keine Communtie schaffen, bei der die Professionalität im Vordergrund
steht? Wo man keine Zeit mit Kommentaren wie z.B.: "schönes Bild"
verschwendet sondern qualitative gute Meinungen abgibt.
Das nicht jedes Bild
hochgeladen werden kann sondern nur ausgewählte Bilder. (z.B. immer von 5
zufälligen Usern der Communitie oder sonst was...)

Beste Grüße,
AK
Andre  - Naja, aber dann...   |84.188.218.xxx |2007-12-21 12:43:04
...wenn es FCs oder andere Plattformen gibt, wo Qualität - sagen wir mal -
größer als klein geschrieben und ausgewählt wird, welches Foto online gestellt
wird, dann ist das Geschrei groß, nämlich dahingehend, wie sich der FC-Inhaber
denn erdreisten kann, die Fotobewerbungen einzelner Künstler abzulehnen, also zu
selektieren, um einen gewissen Qualitätsstandard einzuhalten. Insofern..wie
man's macht, macht man's falsch. Sollte man die Schreier einfach ignorieren, um
Qualität liefern zu können oder geht die FC so nicht eher zugrunde? Was meint
Ihr?

Viele Grüße aus Berlin und danke für den lesenswerten Artikel
Harald Müssig  - nach dem Mund     |84.174.196.xxx |2008-01-09 15:24:59

Nun ist einige Zeit vergangen, seit mir die Fotoforen
"Wurscht" sind;
Dank Olaf's Idee und Anregungen so mancher anderer
Fotofreunde habe ich den Drall gefunden!
Anden Menschen "nach dem Mund"
zu fotografieren- entsteht, wenn man unterwegs daran denkt, was wohl im Forum am
besten ankommt..
Exakt dabei habe ich mich erwischt, als ich zu meiner Frau
sagte:
"Nee, lass mal, Pferdebilder kommen im Fototalk und bei den
kreativen Fotografen nicht an)
Sie antwortete: "Dann verstehe ich nicht,
warum du noch dabei bist,- wo du Pferde und Bauernkram so gerne
fotografierst..." ;
Damals hatte ich noch nicht ganz begriffen, dass in
Foren die Versuchung kommt, dahingehend Bilder zu machen, dass Anerkennung
entsteht oder zumindest weniger derbe Kritik zu erwarten ist.
PeterDargatz'
Link habe ich gelesen und meine,dass anonyme Bilder erkannt werden, wenn man
seinen Stil gefunden hat;
Ergo ist diese Idee bei engagierten Fotofreunden
nicht machbar.
Die eigene Homepage ist fuer mich der beste Ausdruck und
zusaetzlich eine jederzeit und ueberall praesentierbare kleine Sammlung der ganz
persoenlichen Liebhaberei, des Stils und Visitenkarte.
So wird es bleiben!
Wer
moechte kann jederzeit mit mir ueber den Kontaktlink meiner Seite Kontakt
aufnehmen...
Aná  - nach kurzem Einblick die Nase   |80.102.32.xxx |2008-01-31 16:06:59
Ich habe viel Wahres hier gelesen.
Hatte mich vor kurzem auch in einem
Fotoforum angemeldet, weil ich als Hobbyfotografin (Natur, Makro) noch einiges
lernen wollte.
Und jetzt liege ich im Klinsch mit einigen, weil ich deren
EBV-Getue angeprangert habe.
Ich bleib dabei, ein gutes Foto braucht keine EBV !

Mein Ziel ist es, bereits beim Ausloesen ein optimales Foto erstellt zu
haben.

Eins habe ich gelernt: wenn man in einem Fotoforum aktiv sein will, muss
man mit der Masse schwimmen..........

Aber bitte ohne mich
Eol     |84.115.68.xxx |2008-03-07 12:03:44
Wann ist mit "5 Gründe, warum man an einer Foto- Community teilhaben
sollte" zu rechnen ?

Der Artikel ist ja von November 2007
Eol     |84.115.68.xxx |2008-03-07 12:04:20
Oops. Falsche Mailaddresse.
Olaf   |91.62.221.xxx |2008-03-07 23:13:00
Sind noch in Arbeit... ;-) Die kommen noch. Habe es nicht so eilig.
Olli  - alter Hut   |206.19.210.xxx |2008-03-17 09:58:49
moin Olaf,
im Großen und Ganzen, kann ich Dir zustimnmnen, die
"Gemeinschaften& #34; sind leider nicht das, was ich mir bei meinem Eintritt
erhofft habe - konstruktive Kritik, ... um besser zu werden! Ich denke, jeder
von uns (Fotografen), der klaren Verstandes ist, wird wissen, wie er die
"Bildbewertungen , ..." zu bewerten hat. Und wer sich nur auf die
Communities stuertzt ist selber schuld.
Christian Rohweder     |79.223.23.xxx |2008-08-23 22:51:43
Hi Olaf,

ich war auch lange in der FC aktiv. Allerdings geht man dort in der
schieren Masse einfach unter, es sei denn man liefert wirklich
"Specials" ab. Aber da beißt sich die Katze irgendwie in den Schwanz,
denn eigentlich will ich mich weiterentwickeln, was nicht geht, weil man keine
Beachtung findet. Klar, es ist wie im "richtigen" Leben, auch immer eine
Frage, wie man sich verkaufen kann. Aber zufrieden bin ich nicht.

Deshalb
versuche ich jetzt eben den anderen Weg zu gehen, den Du schon angedeutet hast.
Zu versuchen, mir ein Netzwerk zu Fotografen jenseits der Communities
aufzubauen. Um sich eben mal mit denen, die es besser können auszutauschen,
vielleicht auch mal gemeinsam los zu ziehen, sich was abgucken und neue
Erfahrungen machen zu können. Und wenn ich mir Deine Bilder so ansehe, dann weiß
ich, dass mein Weg noch sehr weit ist, bis ich eine Qualität erreicht habe, die
ich für mich als akzeptabel empfinde.

Viele Grüße
Christian
Christian Rohweder  - Eigene Gedanken in Ausführlich     |79.223.17.xxx |2008-08-24 19:29:47
Nochmal ich. Etwas ausführlicher habe ich mir in meinem Blog zu
dem Thema eben auch noch mal Gedanken gemacht.

http://blog.rohwe...

Ich hoffe, die Verlinkung ist ok, sonst musst Du
den Kommentar
einfach wieder rausschmeissen.

V iele Grüße
Christian
Olaf  - Solange das kein Spam ist...   |217.226.177.xxx |2008-09-08 12:44:17
ist jeder Link willkommen. Wenn es mir mal zu viel wird, dann mach ich halt
no_follow, wie alle anderen... :-)
Bernd  - Korrektur     |84.63.24.xxx |2008-11-17 17:06:20
Deine Ausführungen treffen den Kern und wer ehrlich zu sich selber ist,
muß Dir
einhundertprozentig zustimmen.

VG Bernd

Mit dem Laptop schreibt es sich
ein wenig schwieriger,sorry.
Andreas     |92.225.197.xxx |2008-12-23 13:44:59
Ich sehe das mit den Communities sehr ähnlich. Habe mich vor zwei Monaten bei
Flickr angemeldet und einige Bilder hochgeladen. Anfänglich habe ich mich über
die zahlreichen Kommentare gefreut und habe selbst auch gern welche verteilt.


Nun sind aber schon zwei Monate vergangen und ich Vermisse irgendwie den Sinn
des ganzen. Persönlich bringt mich so eine Community nicht wirklich weiter und
ich spiele schon mit dem Gedanken meine Photos wieder abzuziehen.

Dennoch sehe
ich mir gern Photografien anderer Teilnehmer an. Das kann sehr inspirierend sein
und muss nicht gleich etwas mit Kopie oder Diebstahl zu tun haben. Außerdem ist
es ein schönerer Zeitvertreib als fernsehen :-)
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